In letzter Zeit sehr oft auf meiner täglichen Playlist zu finden, dachte ich mir, es wäre einmal an der Zeit den meiner Meinung nach genialen Künstler Roots Manuva, mit bürgelichem Namen Rodney Hylton Smith, hier vorzustellen.
Roots Manuvas Eltern wanderten Ende der sechziger Jahre von Jamaika nach England aus. Diese Migration ist es auch, die Rodney Hylton Smith in seinem Künstlernamen Roots Manuva darstellt. "Roots" bedeutet Wurzeln und "Manuva" vom französischen "manoeuvre" die Bewegung. Natürlich ist diese Selbstdefinition auch Programm für seine Musik: Manuvas tiefe und basslastige Stimme zu fliessenden Rhythmen, die sich oft fast schon an das annähert, was man früher (Links können nur von angemeldeten Benutzern aufgerufen werden.
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hier anmelden.) nannte. Nach Erfahrungen als Rapper im südlichen Londoner Stadtteil Brixton wurde die englische Dancelegende Leftfield auf Manuva aufmerksam..
Schon früh beschäftigte sich Roots Manuva mit dem Reggae-Sound-System von Süd-London. Mit 15 Jahren steht er schließlich erstmals im Studio.
Er muss nicht lange warten und macht 1996 das erste Feature auf
Black Twangs
Queens Head sowie seine erste Single
Next Type Of Motion
Wenig später folgt ein Vertrag bei
Big Dada Regordings das dem legenderen
Ninja Tune Label angehört.
Seine Erfolgskarriere startet Roots Manuva mit dem Debütalbum
Brand New Second Hand von dem die Single
Juggle Things Proper ausgekoppelt wird. Sowohl Album als auch die Single schlagen in England ein wie eine Bombe (wenn auch nicht aus kommerzieller Sicht. Verkauft wurden bis dato in etwa 40.000 Platten). Roots Manuvas Kombination aus (Links können nur von angemeldeten Benutzern aufgerufen werden.
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hier anmelden.) und Dub begeistern die Fachwelt ebenso wie die gut durchdachten und tiefschürfenden Texte.
Manch einer bezeichnet dieses Album gar als Klassiker und Beginn einer neuen Ära in der Musikgeschichte Englands. Weiters führte der Erfolg zu gemeinsamen Projekten mit Künstlern wie beispielsweise
Leftfield und
23 Skidoo
Rodney Smith bleibt sich selbst treu, schreibt drei Viertel seines zweiten Albums in Eigenregie. Er erreicht, was er erreichen, beziehungsweise bleiben will, den Stand eines geachteten Undergroundkünstlers. Dazu tragen sein Verzicht auf die Hilfe prominenter Produzenten und die Zusammenarbeit mit diesen nicht unwesentlich bei. Allerdings sind auf seinem zweiten Album
Run Come Save Me schon hitverdächtige Stücke wie beispielsweise
Dreamy Days zu finden, die ihm tatsächlich in ungeahnte Höhen katapultieren. Begeistert nimmt die wachsende Fangemeinde das Album auf.
Dreamy Days wird gar zum besten UK-Rap-Track aller Zeiten gewählt. Eine Nominierung beim Mercury Music Prize belohnt zusätzlich die Hingabe des HipHoppers an seine Musik.
Weiters stellt ihn der Guardian im Jahr 2003 auf Platz fünf der besten Bands Großbritanniens (Platz 1. wird vergeben an
The Libetines gefolgt von
Radiohead,
P J Harvey und
The Coral)
2002 wird seine neue Remix-Platte
Dub Come Save Me veröffentlicht. Auf ihr finden sich wieder einige geniale und innovative Stücke. Mit 45 Minuten Laufzeit zwar kürzer als die Vorgänger begeistert sie dennoch die Fangemeinde und überzeugt die Kritiker.
Und das noch lange nicht Schluß ist wurde im Frühjahr 2005 mit dem mitreißenden Longplayer
Awfully Deep bewiesen. Die spärischen Sounds und nahezu hypnotisierenden Raps sind immer noch in der Lage die Leute von qualitativ hochwertigstem (Links können nur von angemeldeten Benutzern aufgerufen werden.
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Roots Manuva in ein Genre einzuordnen wäre nahezu eine Missachtung seines Wirkens. Kurz und grob gesagt macht er eine Mischung aus (Links können nur von angemeldeten Benutzern aufgerufen werden.
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Seine Diskographie umfasst mittlerweile vier ausgesprochen Hörenswerte Stücke für die CD-Sammlung:
Brand New Second Hand (1999)
Run Come Save Me (2001)
Dub Come Save Me (2002 Remix-Album)
Awfully Deep (2005)
aktuelle Tourdaten:
23.07.05 - I love MTV - Köln
13.08.05 - Oya Festival, Osla / Norwegen
15.08.05 - Sziget, Budapest / Ungarn
27.08.05 - Carling Reading Festival, Reading / England
28.08.05 - Carling Leeds Festival, Leeds / England
Meine Meinung zu Roots Manuva spiegelt die Ansicht vieler Liebhaber qualitativ hochwertigen HipHops (und eventuell auch TripHops

) wieder. Roots Manuva verzaubert mit seinen tiefen Bässen, seinen spärischen Klangkulissen, seinen einprägsamen Texten (über unsinnige Anekdoten bis hinzu cleveren politischen Aussagen) und der angenehmen und schön tiefen Stimme immer wieder aufs Neue.
Absolute Kaufempfehlung für alle vier angeführten Alben!