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In Extremo - Sünder ohne Zügel |
$pidermonkey
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Dabei seit: 28.12.2003
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| In Extremo - Sünder ohne Zügel |
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In Extremo - Sünder ohne Zügel

2001 Mercury Records
Trackliste
[list]1. Wind 4:26
2. Krummavísur 3:49
3. Lebensbeichte 4:40
4. Merseburger Zaubersprüche II 4:22
5. Stetit Puella 4:05
6. Vollmond 4:01
7. Die Gier 3:47
8. Omnia sol temperat 4:15
9. Le'or chiyuchech 3:11
10. Der Rattenfänger 4:15
11. Óskasteinar 3:24
12. Nature nous semont 4:33
13. Unter dem Meer 5:14[/list:u]
Ich schreibe dieses Review, um eine Vergleichsmöglichkeit zu haben. Heute, am 30.05.05 ist ja das neue In Extremo Album "Mein rasend Herz" erschienen, welches ich auch hier vorstellen werde, sobald ich es besitze und gehört habe. Bisher konnte kein Album das vorliegende Album "Sünder ohne Zügel" übertreffen, daher stelle ich es vor, bevor ich mich an das neue mache und die beiden vergleiche.
In Extremo ist ja bekanntlich nicht jedermanns Sache. Es gibt grob gesagt drei Möglichkeiten, wie man zu In Extremo stehen kann: Man kann die Band überhaupt nicht ab; man mochte ihre alten Lieder, findet aber, dass sie jetzt schlecht sind; man findet sie gut so wie sie jetzt sind. Ich muss mich zu letzter Kategorie zählen. Falls ihr zu einer der anderen Kategorien zählt, solltet ihr vielleicht nicht weiterlesen.
Ich denke, dass In Extremo es als eine der ganz wenigen Bands schaffen, und das besonders nach diesem Album, mittelalterliche, längst vergessene Instrumente mit modernem, harten Rock zu kombinieren. Dazu kommen die teils sehr alten Texte und Sprachen, die durch In Extremo wieder zum Leben erweckt werden. Auch die deutschen Texte sind sehr gut, mir gefällt die düster-erotische Spannung die jedes Lied durchzieht, wie das Moos den Teutoburger Wald. Diese Faszination macht In Extremo meiner Lieblingsband aus Deutschland. Nicht zuletzt ist es aber auch der Mut, mit Texten in anderen Sprachen als in Englisch aufzuwarten. So, und nun etwas zu den einzelnen Liedern:
Wind
Der Opener, mein Lieblingslied der Band. Starker Rock, ein Text, der die herbstlich-erotische Stimmung für das Album setzt und im Refrain ein sehr eingängiger und guter Dudelsacksound, dennoch nicht zu aufdringlich. Auch die Drums sind sehr mitreißend gespielt. Eigentlich ein perfekter Opener für dieses Album.
Krummavísur
Nicht so eingängig wie Wind, auf Dauer aber auch ein sehr hörenswerter Titel. Vor allem die Harfe weiß zu gefallen. Durch die Tempowechsel entsteht Abwechslung und das Lied wird akzeptabel. Auf jeden Fall aber das beste fremdsprachliche Lied des Albums.
Lebensbeichte
Dieses Lied schafft die Brücke zum ersten und schließt den gelungenen Anfang des Albums ab. Ein geniales Dudelsackintro, die Temposteigerung in der Strophe und dazu der geniale Songtext, da kommt Gänsehaut auf. Die Lyrics im Allgemeinen gehören zu dem besten, was In Extremo je geschrieben hat. Ultimativ.
Merseburger Zaubersprüche II
Dieses Lied hat es natürlich schwer gegen die Kracher am Anfang. Man merkt, dass In Extremo auch etwas für die Fans des Ursprungs tun wollen. Das Lied hat seinen Reiz und seine Momente, aber mir gefällt es im Allgemeinen nicht so sehr. Problematisch hier wohl, dass man die Lyrics nicht versteht.
Stetit Puella
Interessantes Lied, sehr düster und irgendwie bedrohlich. Eine gute Bassspur sorgt für ein gutes Intro. Durch den deutschen Pre-Chorus entsteht. Hier wird wieder die düstere Erotik deutlich. Irgendwie fehlt aber was, um das Lied besonders zu machen.
Vollmond
Nach zwei leichten Hängern kommt hiermit wieder die Versöhnung. Mein erstes In Extremo Lied, und es hat an Faszination nicht verloren. Ein göttliches Intro, dann beinharter Rock. Der düster-erotische Touch kommt auch hier in den Lyrics wieder zum Ausdruck. Diese Texte machen In Extremo einzigartig. Der Dudelsack im Hintergrund hebt dieses Lied von vielen anderen ähnlichen Rockliedern ab.
Die Gier
Und hier der zweite Teil des Höhepunkts, diesmal nicht hart, sehr melancholisch, erneut düster-erotische Lyrics. Einmaliges Schlagzeug, und wieder ein Dudelsack, der Gänsehaut bewirkt. Göttlich ist der Übergang von den akustischen Strophen zu dem treibenden Refrain. Eine einmalig gute Ballade.
Omnia sol temperat
Hier wieder ein eher mittelmäßiges Lied, das mir auch nicht so gefällt. Akzeptabler Dudelsack, guter Refrain, aber irgendwie trifft es nicht meinen Nerv. Vielleicht liegt es auch hier am Text.
Le'or chiyuchech
Dieses Lied wird von der Harfe gerettet, die dem Lied einen träumerischen Klang verschafft. Der Refrain ist sehr gut und klingt nach einer alten Räuberballade. Es passt gut zu dem Album, allerdings muss man es einige Male hören. gehört jedoch auch nicht zu dem besten, das sie haben.
Der Rattenfänger
Wenn man schon meint, dass das Album langsam ausklingt, wird man von diesem Lied wieder mitgerissen. Eine gute Adaption von Goethes gleichnamigen Werk. Ein gutes Dudelsackintro, dann setzen die Drums ein und man hört ein neues Instrument: Ein Streichinstrument, das hinter der Gitarre spielt und ziemlich genial klingt. Dann eine mitreißende Strophe und auch der Refrain lädt zum Mitsingen ein. Einw ahrlich gut gelungenes Lied.
Óskasteinar
Hier wieder mittelmäßige Qualität, auch wenn man eine nette Melodie eines Instruments hört, das ich nicht zu benennen vermag. Der Gesang gefällt mir allerdings nicht sehr.
Nature nous semont
Ein komisches Lied. Irgendwie gut, aber irgendwie auch nicht. Mir gefällt es in letzter Zeit ganz gut, aber nur wegen des eingängigen Refrains. Hier gefällt die Hintergrundmelodie.
Unter dem Meer
Ein Lied, das man unterschätzt. Die letzten Lieder eines Albums werden oftmals gar nicht mehr richtig gehört und dienen nur zum Ausklingen. Bei In Extremo allerdings findet man als letztes Lied tatsächlich eines der Highlights des Albums (wie auch bei 7). Der Text lässt einem zunächst einmal einen kalten Schauer über den Rücken laufen. Die Stimmung ändert sich völlig, nun hört man fast hasserfüllten, bitteren Gesang, bei dem man die Rachlust beinahe spürt. Dies gipfelt im Gänsehautrefrain, bei dem man fast Angst bekommt. Sehr melancholisch und düster, wenn auch nicht mehr erotisch. Wie bei Die Gier bleibt man in den Strophen akustisch und legt an Härte zu, wenn es zum Refrain geht. Dies ist das längste Lied des Albums, man lässt sich Zeit, aber es ist auch eine geniale Ballade und ein superber Abschluss des Albums.
Allgemein lässt sich also sagen: Wer dem Mittelalter nicht völlig fern steht, harten Rock mag und auch unkonventionelle Instrumente nicht als Störfaktor ansieht sollte sich dieses Album mal ansehen, oder zumindest in die Highlights reinhören.
__________________ Du bist Herr deiner Worte, doch, einmal gesprochen, beherrschen sie dich.
Mehrheit ist der Unsinn, Verstand ist stets bei wenigen nur gewesen. (Friedrich Schiller)
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30.05.2005 23:15 |
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Pestpocke unregistriert
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jojo is meiner Meinung nach somit das beste Album von In Ex da is die Mischung aus Dudelsäcken un E-Gitarre einfach perfekt^^
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31.05.2005 15:22 |
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Hellfire

Dabei seit: 15.05.2005
Beiträge: 233
Wohnort: Sulingen
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Jep dieses Album is einfach genial
und wennman sich im vergleich maldie anderen alben anhört merkt man dass auf diesem album die meisten lieder richtig gut sind, bei ihren anderen alben sind meist nur 2-3 lieder super und der rest is durchschnitt findi aber auf Sünder ohne Zügel ham sie mindestens 6 perfekte lieder untergebracht.
Und was ich gut finde is dass sie mit Volmond auch ein Lied drauf haben welches die meisten leute gern hören auch wenn sie sonst nicht In Extremo oder ähnliches hören
einfach Genial
__________________

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31.05.2005 22:14 |
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Servantes
Dabei seit: 22.03.2005
Beiträge: 101
Wohnort: Hamminkeln
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Das Album zählt auch zu meinen favoriten es hat einfach eine geniale stimmung die sich von anfang bis ende durchzieht. Aber grade ist eine andere cd dabei diesem album den rang abzulaufen und das ist Mein Rasend Herz ich habs mir heute gekauft und höre es schon die ganze zeit und bis auf den kleinen musikalischen fehltritt nur ihr allein ist es durchweg genial. bin ja schon geschpannt auf die kritik dazu.
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31.05.2005 23:33 |
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Pestpocke unregistriert
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verdammt mach mich nich neidisch ich habs erst donnerstag...isset echt so gut?^^
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01.06.2005 00:33 |
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Der Zwerch
Dabei seit: 15.07.2004
Beiträge: 319
Wohnort: Dortmund
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Tolle Kritik! Ich stelle fest, dass ich lange kein InEx mehr gehört habe, nachdem mich die letzten beiden Singles (Küss mich, Erdbeermund) so dermaßen abgeschreckt haben! Sollte ich vielleicht mal wieder tun!
__________________ Es grüsst,
Der Zwerch
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01.06.2005 12:37 |
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$pidermonkey
Administrator
    

Dabei seit: 28.12.2003
Beiträge: 4.343
Wohnort: United Kingdom
Themenstarter
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| Zitat: |
Original von Servantes
bin ja schon geschpannt auf die kritik dazu.
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Ich hab's bestellt, aber es lässt auf sich warten. *grmbl* Sobald ich es habe, werde ich es zweimal hören und dann hier reviewen.
@Der Zwerch: Danke für das Lob. Küss mich und Erdbeermund sind in der Tat nicht die besten Lieder, aber auf dem hier vorgestellten Album sind schon geniale drauf. Vielleicht schreibe ich auch ein Review zu 7 um mir die Wartezeit zu verkürzen. :wink:
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__________________ Du bist Herr deiner Worte, doch, einmal gesprochen, beherrschen sie dich.
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01.06.2005 19:17 |
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Pestpocke unregistriert
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| Zitat: |
Original von Pestpocke
verdammt mach mich nich neidisch ich habs erst donnerstag...isset echt so gut?^^ |
ok es is absolut geil^^....
auf jeden fall 10000000 ma besser als 7^^
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03.06.2005 07:44 |
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