So, nun ist es an der Zeit, denke ich, etwas mehr zu dieser GRANDIOSEN Band zu schreiben, da ich mich nun hinreichend damit ausseinander gesetzt habe....
Inzwischen stehen sie bei mir eben so hoch im Kurs wie die gängigen Prog Rock Bands Genesis (die ALTEN natürlich), die Allround-Götter Jethro Tull, Alles-Ausprobierer Gentle Giant und J.S.Bach trifft Beatles-Symbiose The Nice, sogar höher im Kurs als Klang-Kosmonauten King Crimson (wenn man von deren kongenialen, gottgleichen Debut absieht) oder Selbstinszenierungs-Theatraliker Emerson,Lake&Palmer....
Es ist schade, dass Saxophonist/Flötist David Jackson nicht mehr in der Band ist, die Umstände seines Ausstiegs liegen noch im Nebel verborgen. Habe mir aber von einer guten Freundin sagen lassen, dass es auch ohne ihn zu funktionieren scheint, sie hatte das Glück Van Der Graaf Generator live in Hamburg zu sehen, ohne ihren Saxofonisten. Peter Hamills Stimme und die Hammond Orgel von Hugh Banton ist offenbar so omnipräsent, dass man das Saxofon live kaum vermisst.
Es ist erstaunlich, wie GUT ein Rockband auch ohne E-Gitarre funktionieren kann, selbst einen Bassisen haben die nicht. Nur Bass Pedale, Hammond Orgel, E-Piano, Drums, Gesang, Flöte/Saxofon (nun ja leider nicht mehr) und mitunter auch Geige (zu hören auf "Quiet Zone/Pleasure Dome" von 1977) und "Vitals Live" (197

.
Meine favorisierten Songs sind:
"The Undercover Man" (die Flöte, deren Echo in der Stille hallt, zu vernhemen auf dem Album "GODBLUFF" von 1976).
"Arrow": Das härteste Rockstück, das jemals ohne Gitarre ausgekommen ist. Düster, verstörend, emotional, aufwühlend, dramatisch. Hier werden die E-Gitarren vollständig durch Saxofon und Hammond-Orgel substituiert, gesanglich baut sich eine Energie auf, die sich wie in einem Gewitter entlädt. Ebenfalls vom Album "Godbluff".
"Darkness (11/11)": Die Vertonung der Tragödie, die flüsternde Stimme Hammils, der einfache Rhythmus, das Saxofon, die bedrohliche Stimmung.... Göttlich. Zu finden auf dem Album "The Least We Can Do Is Wave To Each Other"
"Lemmings".... Prog as Prog can be.... Hektisch, expressiv, chaotisch, dissonant und harmonisch zu gleich, ein tänzelnd hüpfender Rhythmus, Saxofone en Masse und sogar ein klein wenig Gitarre (sehr sehr sehr sparsam eingesetzt, es spielt Gast-Gitarrist Robert Fripp von King Crimson). Der Text ist suizidal---- "what cause is there left but to die"... Wahnsinn. Zu finden auf dem Magnum.Opus der Band "Pawn Hearts" (Rezension HIER (Links können nur von angemeldeten Benutzern aufgerufen werden.
Jetzt registrieren oder
hier anmelden.) ), produziert von Genesis Sound Koryphäe David Hentschel.
"Live Medley Plague Of Lighthouse Keepers / Sleepwalkers".... Die bessere Version dieses schaurigen Gottstückes, die Geige von Graham Smith setzt ungewohnte Akzente, Hugh Banton ist leider nicht mehr mit dabei. Zu hören auf dem völlig zu Unrecht verissenen Live Album "Vital" von 1978.
Langsam wird es Zeit, dass ich mir ALLE Alben dieser Band nach und nach zulegen werde.
Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »DerMitDemHut« (2. November 2007, 00:32)