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Die Sache mit dem Genre |
Nu-Metalfreak

Dabei seit: 07.02.2005
Beiträge: 815
Wohnort: Reinsfeld in Rheinland-Pfalz/Weis
kirchen im Saarland
Themenstarter
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So war aber deine Definition von den "Nu" Sachen. Weil es für mich eben auch eher Crossover war(ich definier Nu-Metal ja wieder anders).
Hier mal etwas von "Musicline.de" zu Nu-Metal. Eine eher skeptische Definition:
Psychedelische Verzweiflung
Effektfreudige Einkaufszentrum-Jugendliche spielen Nu Metal
Wenige Labels, die einem Musikstil aufgeklebt werden, führen derart in die Irre wie “Nu Metal”. Was klingt, als habe eine Szene den härtesten Rock nochmal revolutioniert oder zumindest reformiert, bezeichnet in Wirklichkeit doch nur ein Wirrwarr völlig verschiedener Sounds. Was die „Nu Metal“-Bands Staind, Linkin Park oder Korn dennoch eint ist ein Blick in die eigene, angstbeladene Psyche; dazu effektfreudige Produktionen ohne Scheu vor Bombast.
Nicht erst seit dem Nu Metal ist "Angst" ein aus dem Deutschen entlehntes Fremdwort in der englischen Sprache. Mit dem dem zum Genre gewordenen Nicht-Genre allerdings hält der Begriff auch Einzug in die Teenie-Magazine der Vereinigten Staaten. Denn wenn es etwas gibt, was die unter Jugendlichen so erfolgreichen Gruppen gemeinsam haben, dann ist es weniger ein Sound. Vielmehr eine Stimmung, die von so unterschiedlichen Bands wie Slipknot, System Of A Down und Limp Bizkit transportiert wird: eine tiefgreifende, verzweifelte Orientierungslosigkeit. Keine Furcht vor etwas Konkretem; sondern - Angst.
Ein weiteres Label für diese Kinder der 90er Jahre ist zwar weniger verbreitet, doch umso mehr angebracht: "Mallcore". Also Musik von und für junge Leute, die ihre Nachmittage ziemlich gelangweilt in Einkaufszentren von der Größe alter Stadtkerne verbringen. Eine rauchen, weil es verboten ist; über Mainstream-Popstars schimpfen; verzweifelt reden und verzweifelt singen, nicht wissend, woher diese Verzweiflung überhaupt rührt. Schließlich über Nacht selbst ein Mainstream-Popstar werden.
Deshalb ist auch die Schreibweise für "neu", ist das "Nu" bezeichnend in diesem Medien-Begriff für Mainstream-tauglichen Rock, der ab Mitte der 90er Jahre auftaucht. Zeigt er doch eine gewisse Teenie-Kreativität an; dieses leichte Umkrepeln von Konventionen, die für Leute unter 20 eine ganze Welt, ja eine ausgewachsene Verschwörung bedeuten können. Sicher haben viele, viele Grunge-Bands; haben Ministry, die Nine Inch Nails, haben Helmet und Monster Magnet jeweils auf neue, aufregende Weise auch mit Metal gespielt, bevor der Begriff vom "Nu Metal" überhaupt auftauchte. Sicher sind viele der später auftauchenden Gruppen musikalisch weitaus weniger interessant.
Schönheit der Schock-Show
Im Gegensatz zu den genannten Beispielen ist an den unter Nu Metal zusammen gefassten Bands mehr die Gesamtinszenierung bedeutend. Das geht soweit, dass die Produktion von Linkin Park, Tool, Korn und System Of A Down als außerhalb der Songs stehend gehört werden kann, so sehr bläst sie die introspektive Verzweiflunng der Bands auf zu einer psychedelischen Emotions-Show. Bösartige Stimmen bezeichnen deshalb auch die Zeit des Nu Metal als die Anwendung des Knabenchor-Prinzips auf Rock: die Songs der Kleinen als bloßes Material für den Chef im Erwachsenen-Alter.
Doch pauschal können diese - von Metal-Seite her betrachtet durchaus verständlichen Einwände - nicht gelten. Denn auch der Nu Metal hat musikalisch großartige Bands hervor gebracht. Etwa die immer Power rockenden Deftones. Dazu schafften es einige Erneuerer des Trash, durch den Nu Metal-Medienhype Aufmerksamkeit zu erlangen - besonders Pantera und Machine Head. Vor allem aber wurde mit wesentlich mehr Ideen an neuen visuellen Inszenierungen gearbeitet. Die durch Netz- und Printmedien geisternden und live voll zur Geltung kommenden Schock-Stylings von Marylin Manson und Slipknot vergleiche man nur einmal mit den Chart-stürmenden Hardrockern der 80er wie Bon Jovi. Und schon wird sie deutlich, die produktive Kraft der Angst des Teenagers.
(cb)
Weitere Meister dieses Genres sind:
Fear Factory, Incubus, Static-X, Alien Ant Farm, Adema, Papa Roach
Einige Schlüsselalben dieses Genres:
Tool: Undertow [1993]
Machine Head: Burn My Eyes [1994]
Korn: Korn [1994]
Deftones: Adrenaline [1995]
Limp Bizkit: Three Dollar Bill Y'All [1997]
System Of A Down: System Of A Down [1998]
Slipknot: Slipknot [1999]
Linkin Park: Hybrid Theory [2000]
Jetzt werden wieder viele Leute hier Alarm schlagen...
DAS ist doch kein Nu-Metal *lach*
Anscheinend sind nich nur wir leicht verwirrt*fg*
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__________________ Lange Rede, kurzer Sinn!

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12.02.2005 18:22 |
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Alexx

Moderator
  

Dabei seit: 22.01.2004
Beiträge: 2.231
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Für mich klingt die Definition auch sehr an den Haaren herbeigezogen... :?
Meine Definition war, dass Rap dabei sein muss, damit das Genre den Titel "Nu xxx" bekommt. Crossover ist für mich generell ne Mischung aus verschiedenen Musikstilen, d.h. sozusagen ein Überbegriff.
__________________ Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können. Friedrich Nietzsche
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12.02.2005 20:38 |
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toco trois
Dabei seit: 12.02.2005
Beiträge: 18
Wohnort: Berlin, ein Vorort von Potsdam.
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Harha, effektfreudige Einkaufszentrum-Jugendliche gefällt mir. Ist gespeichert für den nächsten 14jährigen Außenbezirks-Antifa-Punkie, der mir begegnet.
Zur Genrediskussion kann ich nichts Detailliertes beisteuern, liegt außerhalb meines Horizonts.
__________________ Indie ist, was bei Amazon ab Verkaufsrang 30.000 erscheint. (ich)
Cynicism is merely the art of seeing things as they are instead of as they ought to be. (Oscar Wilde)
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12.02.2005 22:37 |
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DerDude
Dabei seit: 07.02.2005
Beiträge: 14
Wohnort: München
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Das ganze Genredenken ist nur noch unnötig; es reicht schon wenn jeder für sich entscheidet, welche Musik er mag und welche nicht. Musik aufgrund ihres Genres abzulehnen ist nur noch dumm. Gut ich behaupte jetzt auh nicht das ich aus jedem Genre Musik mag, aber denke schon das es in den meisten anspruchsvolle und gute Musik gibt, wobei man die dann nicht unbedingt in den charts findet.
cya Quirin
__________________ Lache und die ganze Welt lacht mit dir.
Weine und du weinst alleine.
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14.02.2005 14:41 |
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denno

Dabei seit: 11.11.2004
Beiträge: 1.743
Wohnort: bei Hannover
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wenn die Mehrheit findet das das ganze Genredenken quatsch ist frage ich mich warum dieser Thread immer länger und länger wird
__________________ "a black hole is gravity gone mad"
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14.02.2005 15:45 |
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Nu-Metalfreak

Dabei seit: 07.02.2005
Beiträge: 815
Wohnort: Reinsfeld in Rheinland-Pfalz/Weis
kirchen im Saarland
Themenstarter
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__________________ Lange Rede, kurzer Sinn!

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14.02.2005 15:46 |
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Largo
Dabei seit: 31.12.2003
Beiträge: 891
Wohnort: Sachsen
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| Zitat: |
Original von denno
wenn die Mehrheit findet das das ganze Genredenken quatsch ist frage ich mich warum dieser Thread immer länger und länger wird
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Also ihr habt mich noch nicht so richtig davon überzeugen können, dass das "Genredenken" (was immer das auch sein mag) quatsch sei.
Lustig an der ganzen Sache hier ist, dass die meisten Leute, die (Welt-)Offenheit predigen und Schubladendenken ablehnen, tatsächlich nur auf ganz wenige Genres fixiert sind.
Ich für meinen Teil bin offen für verschiedene Stile, halte aber gleichzeitig Genres (nicht nur) aus sprachökonomischen Gründen für sinnvoll. Auch ganz praktisch unterscheiden sich die meisten Genres voneinander. Funk unterscheidet sich z.B. sehr deutlich von Cool Jazz. House ist etwas anderes als Trance. Trip-Hop hat etwas anderes Sinn als Hip-Hop usw.
Und auch die Musiker lassen sich sehr wohl (bis auf wenige Ausnahmen) in "Schubladen" einsortieren.
Was spricht also dagegen, Genres als Etiketten für verschiedene Arten von Musik, welche jeweils in sich homogen sind, zu verwenden ?
__________________ 'Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist.' (Victor Hugo)
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14.02.2005 17:27 |
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denno

Dabei seit: 11.11.2004
Beiträge: 1.743
Wohnort: bei Hannover
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| Zitat: |
| Was spricht also dagegen, Genres als Etiketten für verschiedene Arten von Musik, welche jeweils in sich homogen sind, zu verwenden ? |
weil es temporärer Quatsch ist der nur zu Verwirrungen führt und kommerziell keine Bedeutung hat.
__________________ "a black hole is gravity gone mad"
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14.02.2005 18:43 |
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Largo
Dabei seit: 31.12.2003
Beiträge: 891
Wohnort: Sachsen
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| Zitat: |
Original von denno
weil es temporärer Quatsch ist der nur zu Verwirrungen führt und kommerziell keine Bedeutung hat. |
Das ist alles, was Du vorzubringen hast ? :roll:
Vielleicht solltest Du erklären, was Du genau meinst mit:
a) temporärer Quatsch
b) der nur zu Verwirrungen führt
und c) kommerziell keine Bedeutung hat
"Alles nur Quatsch" lasse ich als Gegenargument nicht gelten. :wink:
__________________ 'Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist.' (Victor Hugo)
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14.02.2005 18:47 |
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denno

Dabei seit: 11.11.2004
Beiträge: 1.743
Wohnort: bei Hannover
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| Zitat: |
Vielleicht solltest Du erklären, was Du genau meinst mit:
a) temporärer Quatsch
b) der nur zu Verwirrungen führt
und c) kommerziell keine Bedeutung hat |
Okay,
a) temporär = nicht von dauer, für kurze Zeit. Sprich die ganzen Quatschgenres sind nicht überlebensfähig und nicht von langer Dauer. In ein paar Jahren spricht keiner mehr davon. Je weniger die Leute einordnen können desto mehr "Zwischengenres" erscheinen und verschwinden.
b) Verwirrungen? Siehe die Meldungen in diesem Thread!
c) welchen Stellenwert haben denn das TripHop, NuMetal, Cool Jazz Genre im Musikgeschäft? Wo sind denn die Charts? Bei welchen Awards der Musikindstrie werden denn diese Genres berücksichtigt?
__________________ "a black hole is gravity gone mad"
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14.02.2005 18:54 |
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