Rusted Angel
01. Intro 1:22
02. Convicted 3:59
03. Bound 4:36
04. Rape of mankind 4:00
05. Rusted angel 6:25
06. A wistoms breed 3:27
07. Chase for existece 4:58
08. Relief in Disguise 1:06
09. The arcane darkness 1:03
10. July 1999 4:07
11. Frenetic visions 6:33
12. A Wisdome Breed (live) 3:47
13. Convicted (live) 4:25
Label: Regain (Soulfood Music)
Intro:
Engelsgesang, unheilvoll. Schlagzeug und Gitarre im Einklang, beänstigend. Kurzer musikalischer Feinschmecker.
Convicted:
Schnelles Drumming, hart und kompromisslos. Kreischendes Geschrei! Kurzer Stop, etwas langsamer im Refrain und 2 Gesangsarten treffen aufeinander. Nach 2. Refrain wird Spannung aufgebaut und mündet in ein Solo, zu ende wird es etwas progressiv, was vom hektischen Glockenspiel am Schlagzeug unterstützt wird. Richtig starker Song zu Anfang. Macht lust auf mehr zum Schluss wird noch ein progressives Solo angehängt. Klasse.
Bound:
Dieser Song legt direkt voll los. Im Refrain wirds hektisch mit kurzen, schnellen Schlägen auf den Ridebecken. Kurze Gitarrenriffs mit Pausen, unterstütz mit Maschinengewehrsalven auf der Snair. Der 2. Refrain leitet das Solo ein, dass wieder sehr progressiv beginnt, dann jedoch ins trashige übergeht und als wäre das nicht genug, wirds noch etwas melodisch. Abrupter Stilwechsel mit beginnen der Strophe und wiederrum Refrain. Der gibt mächtig Gas. Geschockt schaue ich auf die Zeit. Noch eine Minute. Nein... So ein geiler Song und dann so ein langes Outro. Absolut überflüssig und störend.
Rape of mankind:
Der Anfang instumental. Gekreische und kurzes Riffing. Etwas langsam der Song. Der Drummer setzt oft das Ridebecken und die Glocken ein. Ein Markenzeichen! Der Refrain gibt indes mächtig Gas! Mit Doblebass und Growls unterstütz ruppt dieser nur so ab! Wieder Glockengeklimper und Solo! Monströs! Am Ende durch Geschrei des Sängers überschattet. Am Ende der follgenden Strophe nochmal ein kurzes Solo
Rusted angel:
Der Anfang erklingt wie aus einem Märchen, als würde jemand auf leisen Sohlen herbeischleichen. Streicher, Bläser setzen ein, man wird gefangen in einer geheimnisvollen Welt. Dann der Knall. Gelegentliche Gitarre und Drumming. Durchgehende Geigen. Rumps. E-Gitarre kracht, ruhiges Drumming mit durchgehender DobleBass und dunkler, verzerrter Gesang. Das Riffing wird länger, die Geschwindigkeit lässt nach. Kurz darauf wird mächtig Gas gegeben mit verzerrtem Gekreische bis im kurzen Refrain eine "normale" Stimme singt. Nach der 2. Strophe ein trashiges Solo, dass bei steigender Geschwindigkeit in ein etwas progressiveres Solo übergeht. Kurze Entspannungspause für das Schlagzeug und weitergehts. Nach dem 2. Refrain klingt die Stimme wie im Blackmetal, kresslich, ekelerregend, krass.
A wistoms breed:
Kurzes Riffing, gekreische. Mit einsetzen der Growls wirds schneller. Der Refrain mit kurzem Riffing, das Schlagzeug mit gelegentlichem DripleBass und durchgehender DobleBass. Genial zum Headbangen! Nach dem 2. Refrain setzt das Solo ein. Das Schlagzeug kommt mit netten Glockenkombinationen daher.
Chase for existece:
Es geht direkt los, zuviel aufeinmal. Nach 25 Sekunden setzt schon ein kurzes Solo ein. Die Geschwindigkeit wird hochgedreht und das Gekreische fängt an. Im Refrain wird es geheimnisvoll mit hochtöner im Hintergrund und einer dunklen Stimme. Nach der 2. Strophe etwas ausgefallenes Drumming. Ein Solo erklingt, dass in weiter Fehrne zu sein scheint. Bis es in den Vordergrund tritt. Die Geschwindigkeit ist verhalten und wird am Ende noch langsamer, was den melodischen Teil des Solos einleitet. Einfach fantastisch. Auf einmal wirds schneller und das Solo wird trashiger, bis dann wieder eine Strophe kommt. Wenn man das Solostück im Hintergrund mitzählt kommen wir auf ein megalanges 1:40 Solo, was auch die Gesamtlänge erklärt.
Relief in Disguise:
Dieses Instrumentalstück könnte man als Outro ansehen. Ist auf der ersten Rusted Angel nicht drauf. Gut dass es abgesplittet und nicht rangehängt wurde, da der Titel dann wie auch "Rusted Angel" etwas zu lang wäre.
July 1999:
Diesen Song könnte man auf den Anfang bezogen auch leicht als Deathmetal bezeichnen. Legt dunkel und schnell los. Der Gesang erinnert an Blackmetalgewimmer und ist verzerrt. Im Refrain wird es langsamer. Der Drummer hats mal wieder mit seinem Ridebecken und en Glocken. Am Ende legen sie wieder ne Schippe drauf. Der Sänger schreit und im Hintergrund ist immer wieder ein Blackmetalgestammel zu hören. Dann kommt das Solo. Ganz nett und nicht zu kurz.
Frenetic Visions:
Der Song fängt flott an. Die Strophe zieht kräftig durch. Im Refrain wird der Gesang verstärkt und wie es scheint überlagert. Relativ langer Refrain bis das Gequieke wieder losgeht und das Solo ertönt. Die Geschwindigkeit wird herausgeholt und die gressliche Stimme legt wieder los. Ein schwerzerfüllter Schrei in die Ferne schwindend. Kurze Pause und es geht wieder weiter. Am Ende ein Outro. Dunkles Gegrummel wird eingeblendet. Dunkler Engelschor bis zum Ende, das Instrumental verstummt vollends.
Wenn man es als ganzes betrachtet, ein geniales Ende, dass das Album ausklingen lässt.
Als Bonus gibts noch 2 Livelieder dabei. Hierbei erstaunt mich, dass der Sänger die verschiedenen Fassetten des Gesangs richtig gut rüberbringt und durchhält. Einwenig eindrucksvoller klingt dann der kreischende Gesang auf dem Album. Live klappts nicht ganz und er rutscht immer in die Growls ab. Jedoch der Übergang vom Gekreische zum "clean" Gesang ist super.
Fazit:
Das Album fängt super an und geht genial zur Neige. Tolle Einführung und Ausklang. Mittendrin bekommt man alles auf die Ohren. Der Gesang variiert zwischen Growls und Gekreische. Durchgehend schnell und kraftvoll. Besonders hat mir der Drummer gefallen, der mit seinen verschiedenen Ridebecken und Glocken Kombos seine Klasse unter Beweis stellt. Viele geniale Solos sind auch dabei und verzücken.
Von mir gibts
9 von 10 Punkten weil es im gesamten gewaltig ist. Den meisten wird wohl das Gekreische ein Dorn im Auge sein. Auch fehlt etwas die Abwechslung, aber das sehe ich nicht zu Eng.