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zimt

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Beiträge: 8

1

Montag, 30. Juli 2007, 17:12

wie findet ihr elektronische Musik? seid kritisch!

In elektronischer Musik sind meistens viele Loops enthalten, wenn diese sogar nicht NUR aus einfachen parallelen Sample-Wiederholungen besteht.
Jede Form von von einfachen Loops sind meiner Meinung nach scheiße und Mist, weil
1. es nichts langweiligeres gibt als einen Riff mit 3 Sek. Dauer 100 mal zu wiederholen
2. die Artisten den Anschein haben, dass ihnen bezüglich ihrer Musik
jede Phantasie fehlt, um einen einminütigen Riff zu komponieren
ohne diesen andauernd wiederholen zu müssen.
3. es asozial ist, einen Riff ohne viel Mühe einfach und unverändert
100mal zu wiederholen anstatt eine durchgehend fortlaufende
Melodie zu kreieren. Und dann verkaufen sie diesen Sch**ß auch
noch
4. und und und

was ist eure Meinung?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »zimt« (30. Juli 2007, 20:01)

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zimt

Mitglied

Beiträge: 8

2

Montag, 30. Juli 2007, 18:45

Zu 1. und 2.: Ja, dass jeder Pop-, Rock und Elektrosong im Drum oder bei der Gitarre (mehr oder weniger viele) Loops enthält ist mir auch schon aufgefallen

Zitat

Original von Junker
jede Musikrichtung enthält Loops
Das ist so falsch! In der klassischen Musik gibt es auffallend viele Musikstücke, welche ohne Loops auskommen, zumindest immitiert der Künstler seine Motive auf vielfältige Arten und Weisen

Zu3: 3.

Zitat

Original von Junker es gibt kein Lied, wo ein Loop mit 3 Sekunden Länge durchgehend 100mal nacheinander gespielt wird

Das würde ich so auch gar NICHT ERNSTHAFT behaupten. Nur als ich mir vorhin mal bischen "vollkommen" elektronische Musik anhörte, wurde eine Melodie (auch wenn die sich geil oder sonst wie anhörte) sehr oft geloopt. Ja toll, drei mal hintereinander mochte ich die Melodie ja hören, nach dem fünften mal kannte ich diese dann auch schon auswendig und beim zehnten mal kam mir das Würgen, weil es mir einfach von dieser blöden Wiederholung zu viel wurde.

Zu 4. Entschuldigung ich meinte Künstler/Interpret = (artist = natürlich englisch)

Zu 5.

Zitat

Original von Junkerasozial hat eine andere Bedeutung - als asozial könnte man allenfalls
einen Künstler bezeichnen, der während seines Auftritts auf die Bühne
uriniert
LOL Kommt auf das Genre an!
Ich meinte es so: Es gibt Künstler, welche ihre Phantasie und Kreativität gebrauchen, um einen Song zu gestallten und es gibt (leider) welche die den Loop-Knopf drücken, damit ihr Song die Mindestlänge 3 Minuten erreicht. Das letztere finde ich asozial, weil man mit "auf den Loop-Knopf herum drücken" Geld verdienen könnte. Das ist es aber nicht wert.

Zu 6:

Zitat

Original von Junker verkauft wird nur der "Scheiß", der sich auch verkaufen läßt

genau, so ist es. Die BILD lässt sich eben auch gut verkaufen!

Ich will heir gar keine schlechte Laune lös werden. Nur manchmal finde ich es sehr schade und enttäuschend, wenn ein Künstler seine Kreativität und Phantasie nur mit Lopps ersetzt/umsetzt.

Mit solcher elektronischer Musik meinte ich im allgemeinen etwas wie "Deep-Hause" "Hard-Trance" oder "Melodic Techno" oder wie das alles heißt...
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DerMitDemHut

Moderator

Beiträge: 1 105

Wohnort: Hannover

Beruf: Student(Geologie)

3

Montag, 30. Juli 2007, 19:19

Zitat

Original von Junker
Ich finde, Du lehnst Dich da unheimlich weit aus dem Fenster.

1. jede Musikrichtung enthält Loops, weil hätten Lieder keine Loops,
hätten sie auch keine Struktur
2. ein "blöder" Bass im 4/4-Takt ist prinzipiell auch ein Loop und kommt
in jedem Lied vor (außer Wiener Walzer o.ä.)
3. es gibt kein Lied, wo ein Loop mit 3 Sekunden Länge durchgehend
100mal nacheinander gespielt wird
4. Artisten treten im Zirkus auf
5. asozial hat eine andere Bedeutung - als asozial könnte man allenfalls
einen Künstler bezeichnen, der während seines Auftritts auf die Bühne
uriniert
6. verkauft wird nur der "Scheiß", der sich auch verkaufen läßt

Woher kommt Deine schlechte Laune in Bezug auf elektronische Musik? Ab wann fängt bei Dir elektronische Musik eigentlich an? Jede Band, die ein Keyboard benutzt, bedient sich doch auch schon elektronischen Hilfsmitteln, oder?


Seit wann enthält jede Musikrichtung Loops? Freejazz auch? Klassik? ProgRock? Metal? Folk? Wo hörst Du da Loops? ?( 8o (für Laien: Loops sind Passagen, die sich nach einem sehr simplen Schema wiederholen) Und muss ein Lied Struktur haben, damit es ein Lied ist? So denkt bestenfalls ein MTV Moderator oder Volksmusik Hörer, nicht jemand, der sich ernsthaft mit ALLEN Musikrichtugen befasst.

Was elektronische Musik betrifft, so ziehe ich vornehmlich Ambient Mucke und alte Elektronische Musik im Stile von Kraftwerk, Bo Hanson, Tangerine Dream und Co vor, Techno und Trance gar nicht bis auf wenige Ausnahmen (es sei hier mal das Lied "Reggae Metal" von Eskimo&Egypt genannt aus der "Welcome To The Future Pts 1 + 2" genannt, vorzüglicher Techno aus den frühen 90ern) und Gabber nenne ich mal nicht als Musik. ;)
Die Rechte eines Moderators:

§ 1: Veni, vidi, deleti... Ich kam, sah und löschte

§2: Veni vidi termini.... Ich kam, sah und machte dicht

§ 3: Veni vidi expelli: Ich kam, sah und verbannte!

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zimt

Mitglied

Beiträge: 8

4

Montag, 30. Juli 2007, 20:08

genau

Zitat

Original von DerMitDemHut
Seit wann enthält jede Musikrichtung Loops? Freejazz auch? Klassik? ProgRock? Metal? Folk? Wo hörst Du da Loops? ?( 8o (für Laien: Loops sind Passagen, die sich nach einem sehr simplen Schema wiederholen) Und muss ein Lied Struktur haben, damit es ein Lied ist? So denkt bestenfalls ein MTV Moderator oder Volksmusik Hörer, nicht jemand, der sich ernsthaft mit ALLEN Musikrichtugen befasst.


Dem kann ich nur zustimmen! :D
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DerMitDemHut

Moderator

Beiträge: 1 105

Wohnort: Hannover

Beruf: Student(Geologie)

5

Montag, 30. Juli 2007, 23:02

Zitat

Original von Junker

Zitat

Original von DerMitDemHut
Seit wann enthält jede Musikrichtung Loops? Freejazz auch? Klassik? ProgRock? Metal? Folk? Wo hörst Du da Loops? ?( 8o (für Laien: Loops sind Passagen, die sich nach einem sehr simplen Schema wiederholen)

Aha, wenn sich also eine mittelklassige Metal-Combo mittels Keyboard im Lied einen "unbemerkten" Begleitrhythmus einbaut, weil der Drummer noch nicht so fit im Umgang mit seinen Sticks ist, ist das wohl kein Loop ... also Samples, die simple ohne Brüche geschnitten sind.


Also dass Du von Heavy Metal noch weniger Ahnung hast, als ich von Elektronischer Musik (und ich habe verdammt WENIG Ahnung von Elektronischer Mucke), hast Du ja auch in der Vergangenheit schon hinreichend bewiesen und auch zugegeben, von daher lohnt es sich nicht, die Diskussion an dieser Stelle weiter zu führen. :rolleyes:

Über die der elektronischen Musik weit überlegene musikalische Virtuosität unzähliger in Deinen Augen mittelklassiger Metalcombos (was sind dann die Programmierer, die Techno Sounds am Computer erschaffen? Handy Klingelton Designer?) werde ich nun auch nicht näher eingehen. Schuster bleib bei Deinen Leisten.

Ich stimme den Argumenten von Zimt voll und ganz zu und gebe ihr Recht. :)

Elektronische Musik kann auch handgemacht sein, wie eben die von mir oben aufgeführten Interpreten (würde mich wundern, wenn Junker sie nicht alle kennt) durchaus adäquat beweisen. Aber heute wird eben ein wenig am PC rumgeklickt und infantile, sich ewig wiederholende Melodien erzeugt... Wo bleibt da die Musikalität? Das Handwerk? Das Können? Das kann mein Neffe sicherlich auch, wenn ich ihm mein Handy gebe. 8)
Die Rechte eines Moderators:

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Alexx

Moderator

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Beruf: Studentin (Germanistik, Kommunikationswissenschaft), freie Mitarbeiterin bei Zeitung und Theater

6

Dienstag, 31. Juli 2007, 11:49

M.E. ist das doch eh alles Geschmackssache, oder? Manchen gefällt halt elektronische Musik mit all ihren Eigenarten, aber mein Ding wäre es jetzt auch nicht. Von daher weiß ich nicht, ob man objektiv sagen kann, elektronische Musik ist schlecht oder gut. Kommt doch immer drauf an, was einen persönlich anspricht und womit man am meisten anfangen kann. Ich z.B. bin totaler Fan von E-Gitarren-Sound bzw. guten Drums-Passagen - ein anderer mag halt Synthesizer oder whatever lieber.
Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.
Friedrich Nietzsche
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mcenroe

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7

Dienstag, 31. Juli 2007, 12:41

...elektronische Musik ist sehr speziell, sofern man wirklich von elektronischer Musik spricht und den ganzen Trash mal außen vor lässt (Grüße an DJ Ötzi und Konsorten). Wenn man das richtig betrachtet, findet man bei elektr. Musik haufenweise großartige Tracks (hier sei nur mal als Bsp. DJ Hell genannt), die die berüchtigten Loops zwar an Bord haben. Diese Loops werden aber so gekonnt eingebaut, dass sie sich gar nicht mehr wir Loops anhören, oder besser gesagt, nicht mehr als solche erkannt werden können.
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zimt

Mitglied

Beiträge: 8

8

Dienstag, 31. Juli 2007, 13:33

Zitat

Original von DerMitDemHut
Ich stimme den Argumenten von Zimt voll und ganz zu und gebe ihr Recht. :)


Ups, entschuldige, habe mich beim registrieren aus versehen nicht richtig als m geoutet! sondern w. Jetzt stimmt's aber. Hab es geändert.
naja ist ja eigentlich auch egal ok


Zitat

AlexxKommt [...] immer drauf an, was einen persönlich anspricht

Tatsache
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$pidermonkey

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9

Dienstag, 31. Juli 2007, 17:25

Vielleicht sollte man nicht zwischen elektronischer Musik und anderer Musik unterscheiden, sondern wie überall zwischen guter und schlechter Musik.
Es gibt in jedem Genre Leute, die es sich einfach machen und nicht innovativ sind und es gibt andere, die abwechslungsreiche Mucke machen. Das hat nichts mit dem Alter der Musik zu tun, auch in den 80ern gab es sich wiederholenden Schrott. Wer kann sagen, ob es nicht auch in der klassischen Musik so ein Zeugs gab? Wie wir wissen, ist uns nur ein Bruchteil aller jemals verfassten Musik erhalten geblieben. Was der Rest war, wird man nie erfahren.

Im Metalbereich gibt es Bands, die ganz bewusst auf "Loops" setzen, um so eine monotone und hypnotische Atmosphäre erzeugen (ich nenne mal Katatonia und Shining) und die Songs können dennoch gefallen. Ich höre auch gerne hin und wieder elektronische Musik, z.B. VNV Nation und Covenant, und da sind die Lieder ähnlich aufgebaut wie in Songs aus dem Bereich Rock & Metal.

In "vollkommen elektronischer Musik", womit wahrscheinlich Techno und seine Extremform Gabber gemeint ist, geht es auch nicht darum, dass Songs anspruchsvoll sind. Die Songs müssen nur in Clubs tanzbar sein und endlose Loops haben hier dieselbe hypnotisierende Wirkung die die Leute in Tanzrausch versetzt. Man braucht auch eine Weile, um sich auf einen Beat und eine Melodie einzustellen. Wer schon mal getanzt hat, weiß, dass Lieder, die andauernd den Takt ändern, ein Greuel für den Tänzer sind.

Ich denke es kommt darauf an, wofür die Lieder gemacht sind. Deshalb aber auf eine fehlende Kompetenz im Bereich der elektronischen Musik zu schließen ist ein Fehlschritt.
Du bist Herr deiner Worte, doch, einmal gesprochen, beherrschen sie dich.

Mehrheit ist der Unsinn, Verstand ist stets bei wenigen nur gewesen.
(Friedrich Schiller)

Die Höflichkeit ist insofern eine schwere Aufgabe, als dass sie verlangt, dass wir allen Leuten die größte Achtung bezeugen, während die allermeisten keine verdienen.
(Arthur Schopenhauer)
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$pidermonkey

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Wohnort: United Kingdom

Beruf: Student

10

Dienstag, 31. Juli 2007, 19:38

Der Begriff "Loop" ist für mich sowieso ein Wort, das man nur auf elektronische Musik anwendet. In der Klassik, im Metal etc. wird nie von einem Loop geredet, da es gar nicht auf diese Arten von Musik passt. Da gibt es eher ein Motiv, einen Refrain, ein Riff etc. Die Aussage "Im Metal gibt es keine Loops" ist demnach also als richtig anzusehen.
Du bist Herr deiner Worte, doch, einmal gesprochen, beherrschen sie dich.

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(Friedrich Schiller)

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Alexx

Moderator

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Beruf: Studentin (Germanistik, Kommunikationswissenschaft), freie Mitarbeiterin bei Zeitung und Theater

11

Mittwoch, 1. August 2007, 09:40

Zitat

Original von $pidermonkey
In "vollkommen elektronischer Musik", womit wahrscheinlich Techno und seine Extremform Gabber gemeint ist, geht es auch nicht darum, dass Songs anspruchsvoll sind. Die Songs müssen nur in Clubs tanzbar sein und endlose Loops haben hier dieselbe hypnotisierende Wirkung die die Leute in Tanzrausch versetzt. Man braucht auch eine Weile, um sich auf einen Beat und eine Melodie einzustellen. Wer schon mal getanzt hat, weiß, dass Lieder, die andauernd den Takt ändern, ein Greuel für den Tänzer sind.


Das klingt äußerst plausibel! Ich denke, darin liegt dann wohl auch der Sinn derartiger Musik, weswegen dann auch eine Pauschalisierung bzgl. gut oder schlecht nicht möglich ist. Kommt wohl drauf an, was die Musik bewirken soll und wenn sie außerhalb dieser Funktion angehört wird (eben z.B. zu Hause als Hintergrundmusik) kann es dann gut sein, dass sie - wie Zimt auch schon gesagt hat - nervtötend.
Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.
Friedrich Nietzsche
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