|
|
|
|
|
 |
Agalloch - Ashes against the Grain |
Stargazer


Dabei seit: 19.03.2007
Beiträge: 171
Wohnort: Jena
 |
|
| Agalloch - Ashes against the Grain |
 |
Agalloch - Ashes against the Grain

Label: The End Records
VÖ-Jahr: 2006
Genre: Black/Doom Metal
Homepage: www.agalloch.org
Besetzung:
John Haughm (Gesang/Gitarre)
Don Anderson (Gitarre/Keyboards)
Jason William Walton (Bass)
Chris Greene (Drums)
Tracklist:
1. Limbs
2. Falling Snow
3. This white Mountain on which you will die
4. Fire above, Ice below
5. Not unlike the Waves
6. Our Fortress is burning...I
7. Our Fortress is burning...II - Bloodbirds
8. Our Fortress is burning...III – The Grain
Spielzeit: 59:51
Wenn eine Band den Ausdruck “eigenwillig” und “interessant” verdient hat, dann sind es Agalloch aus Portland im US-Bundesstaat Oregon, die nun seid nunmehr 11 Jahren bestehen und ihr eigenwilliges, aber musikalisch sehr hochwertiges Konzept durchziehen.
Ihre nunmehr sechste Veröffendlichung "Ashes against the Grain“ ist die logische Weiterentwicklung, ohne jedoch den musikalischen Leitfaden zu verlieren.
Agallochs Schaffen besticht auch auf diesem Silberling aus einer Mischung von melancholisch schleppenden Black/Doom Metal mit Elementen aus Post Rock und Ambient-Musik auf höchstem Niveau; der Gesang variiert gekonnt zwischen Screams und klar gesungenen, u.a. mehrstimmigen Passagen. Die Gitarren wechseln ebenso gekonnt von melancholisch-akustischen Passagen über halb verzerrte düstere Melodieläufe bis hin zu beklemmenden Sechszehntel-Geschrubbe, welche auch geschickt kombiniert werden und der Musik eine sehr eigene wirkungsvolle Note verleihen. Die Songs bestechen durch epische Längen zwischen fünf- und zehn- einhalb Minuten; einzige Ausnahme ist ein ca 1:30 langes Ambient-Interlude, welches aber nicht störend zwischen den Längen liegt, sondern dem Hörer eine Art Durchatmen von der anspruchsvollen Musik ermöglicht.
Apropos Länge: langweilig wird es trotz der durchschnittlich hohen Minutenanzahl und den durchgehend getragenen und langsameren Geschwindigkeiten der Stücke nie. Denn Agalloch vollbringen das Kunststück, ihre Musik mit jedem Durchlauf interessant zu halten, da man immer wieder etwas Neues entdecken und erfühlen kann. Für den ungeübten Hörer kann dieses Klangwerk vorerst schwierig zu verdauen sein, da es doch eine Zeit braucht, bis man das ganze Spektrum erfasst hat.
Hervorzuheben sei das dreiteilige "Our Fortress is burning...“- ein musikalisches Kunststück, welches das gesamte Klangspektrum des Quartetts offenbart und die Einzigartigkeit von Agallochs Schaffen demonstriert. Ebenso wird mit dem letzten Track der Trilogie ein reines 7minütiges Klangwerk aus elektronisch verzerrten Ambiente-Sounds gezaubert, was für Einsteiger ebenso verwirrend sein kann, aber dem Gesamteindruck keinesfalls schadet, sondern der düsteren und schwermütigen Atmosphäre zu einem würdigen Abschluss verhilft.
Fazit: für den Otto Normal-Metaller ist diese Scheibe wie schon beschrieben schwer zugänglich, aber mit ein wenig Geduld und der Offenheit, neue Ebenen des metallischen Liedguts zu entdeckten, wird man definitiv nicht enttäuscht werden. Für Freunde von Katatonia definitiv ein Muss; ebenso für Anhänger von progressiven Black Metal und Post/Prog/Psychodelic-Rock der 70er Jahre, die dringendst aufgerufen werden, diesem Kunstwerk ein Ohr zu leihen und abzutauchen in kühle Gefilde. Denn wenn der Winter einen Soundtrack hätte – Agalloch würden ihn verkörpern.
9/10 Punkte
by Stargazer 2006
Quelle: www.metallized.de
__________________
|
|
30.06.2007 02:11 |
|
|
DerMitDemHut
Moderator
  

Dabei seit: 29.05.2005
Beiträge: 1.109
Wohnort: Hannover
 |
|
10/10 Punkte, nicht einen weniger für das Album!
Seehr Gute Rezension!
Eine geniale und noch viel zu unterschätzte Band, die leider bisher in Deutschland nur im Vorprogramm musikalisch völlig drittklassiger Kapellen auftreten durfte. Ich wäre hingegen für eine ausgedehnte Clubtour als Headliner
Ashes Against The Grain hat von allen Agalloch Alben den modernsten und am feinsten nuancierten Sound, nicht so folklastig wie The Mantle, nicht so Black Metallisch wie das Debutalbum, sondern ein harmonisches Miteinander von allem.
Ich könnte vor allem bei "Our Fourtress Is Burning" vor Ehrfurcht in die Knie gehen, wenn Sänger "haughm" faucht "the god of man is a failure" und dazu im Hintergrund elegisch wehklagend die E Gitarre soliert... Großes Kino!
__________________ Die Rechte eines Moderators:
§ 1: Veni, vidi, deleti... Ich kam, sah und löschte
§2: Veni vidi termini.... Ich kam, sah und machte dicht
§ 3: Veni vidi expelli: Ich kam, sah und verbannte!
PENITENTIAM AGITE!
|
|
03.07.2007 15:33 |
|
|
xtomx
Dabei seit: 13.04.2007
Beiträge: 23
 |
|
| RE: Agalloch - Ashes against the Grain |
 |
Sag mal, ist das dein Ernst??? Ich hör grad auf der Webseite "not unlike the waves" und bin ja mal total vom Hocker! Klasse Arrangements! Danke für diese Rezension! Es gibt noch Bands, die es sich zu entdecken lohnt!
|
|
06.07.2007 16:54 |
|
|
DerMitDemHut
Moderator
  

Dabei seit: 29.05.2005
Beiträge: 1.109
Wohnort: Hannover
 |
|
|
02.08.2007 22:05 |
|
|
Pascal.P.P

Dabei seit: 12.08.2006
Beiträge: 979
Wohnort: Baden-Baden
 |
|
Ich muss wirklich sagen, dieses Album ist mehr als genial, solch eine gefühlvolle und Energie starke Musik hat einen viel größeren Bekanntheitsgrad verdient. Zuerst dachte ich, bei den relativ langen Liedern, dass sie wohl etwas langweilig werden könnten, wie ich es von anderen gut kenne, überrascht war ich dann, als das kein bisschen zugetroffen ist. Ich finde man nimmt bei den Liedern die Länge nicht einmal richtig war. Bis jetzt, kenne ich nur Lieder von diesem Album aber das wird wohl nicht mehr lange so bleiben, denn ich bin mehr als überwältigt davon. Sobald ich dann mehr von ihnen gehört habe werde ich dann auch noch was in den "Agalloch Thread" schreiben.
Lieblingslied ist: "Falling Snow"
PS. Von mir bekommt dieses Album auch 10/10 Punkten.
__________________ Sex, Blood & Rock'n'Roll
|
|
31.10.2007 00:21 |
|
|
|
|
|
 |
| |
| |
|
|