"Klassische" Elektronische Musik |
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Es gibt noch Hoffnung!
Ich bin 19 Jahre jung und höre für mein Leben gerne elektronische Musik. Sie inspiriert mich und schenkt Atmosphären, die unvergleichlich ins Innere dringen und mich mitunter abschalten lassen.
Insbesondere Tangerine Dream läuft bei mir fast täglich und wird von mir geliebt :-)
Wie mein Vorschreiber mag ich die frühen Stücke alá Ricochet, Encore, Poland oder Logos. Als junger Erwachsener wünscht man sich da oft, zu einer anderen Zeit groß geworden zu sein!
Aber auch Klaus Schulze möchte ich nicht unerwähnt lassen, denn nicht zuletzt Alben wie Dreams und Body Love sind für mich prägend gewesen (auch wenn ich sie mit nur wenig Lebensgefühl verbinden konnte).
Grüße,
Equinoxe
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30.07.2007 19:51 |
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DerMitDemHut
Moderator
  

Dabei seit: 29.05.2005
Beiträge: 1.066
Wohnort: Bottrop
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Der zur Zeit untegetauchte und als Eremit lebende schwedische Künstler Bo Hanson sei hier mal genannt.
Er vertonter "Lord Of The Rings" mit einer anomal aufgemotzen Hammond Orgel und nem Moog Synthesizer und erschuf so herrlich relaxte und vor allem NICHT COMPUTERGENERIERTE Ambient Musik. Leider kommt man an seine Alben kaum noch ran, eine Schulfreundin überspielte mir vor gut fünf Jahren das Album von Vinyl auf Kassette.
Elektronische Musik finde ich dann am besten, wenn sie Analog erzeugt wurde, auf Instrumenten, deren Klänge elektronisch verfremdet wurde. Tangerine Dream fingen ja auch mit E Gitarre und Flöte an, nur muss man schon die Live Mitschnitte (unter anderem aus dem Beat Club 1970) sehen, um diese Instrumente überhaupt zu erkennen.
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PENITENTIAM AGITE!
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von DerMitDemHut: 30.07.2007 23:16.
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30.07.2007 23:16 |
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tholan
Dabei seit: 02.02.2008
Beiträge: 6
Wohnort: Berlin
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So kommt man zu Music4Fun:
Ich habe endlich mal wieder das Wohnzimmer für mich
und höre genüsslich alte Krautelektronik (mit Verlaub, Herr von Deyen)
ohne das meine Frau, oder Tochter genervt intervenieren.
Wie ich die Sternzeit höre, fällt mir so ein, daß ich ja noch nie nach
"Adelbert von Deyen" gegoogelt habe.
Und siehe, der Meister persönlich fragt mal soeben in 'nem Forum an,
was denn die Kids so von der "klassischen" Elektronikmusik halten.
Schätze, ich bin kein "Kid" mehr, trotzdem: Hallo!
Ich hoffe, der Thread ist noch nicht zu abgestanden.
Für mich kam jedenfalls so ca. 1978 mit "Body Love" von
Klaus Schulze die Erleuchtung auf meinem Dual Plattenspieler.
Da war ich 16.
Ich hatte vorher noch nie sowas gehört und war ganz schön von
den Socken, daß es sowas überhaupt gibt.
Das, glaube ich ist etwas, das man einem Sechzehnjährigem
im Jahre 2008 schwer vermitteln kann.
Seinerzeit mußte man sich die Ecken suchen, in denen die
Elektronik lief.
Nun, wenn ich mal geistig Luft holen will, dann schnappe ich mir jedenfalls
heute noch meinen MP3-Player und gehe spazieren mit "Rubycon" (die Beste TD),
"Mirage", "Picturemusic", "No Pussyfooting" usw.
Ich finde, es gibt kaum aktuelle, elektronische Musik, die von der Stimmung her
mit z.B. Totem von der Picturemusic von Schulze mithalten kann.
Hier spiegelt sich für mich noch die Faszination der Möglichkeiten des
Synthesizers und einfach auch die bis dahin existierende "Unerhörtheit" dieser Klänge wieder.
Für mich hörte die "Klassik" der elektronischen Musik übrigens auf,
als die Schlagzeuge in Ebenjene Einzug hielten.
Die Infos auf dem Plattencover von "Sternzeit" über die benutzten Instrumente
sind ein bischen mager. Stimmt eigentlich die Telefonnummer noch ?
Darf man den Meister mal fragen, womit das schöne Gewubber
im Titel "Sternzeit" gemacht worden ist?
Könnte 'ne verzerrte Gitarre sein.
thx,
tholan
p.s.
Die "Sternzeit" wird übrigens bei musicstack.com für sage und schreibe 122Eur. feilgeboten.
Ist die so selten?
__________________ http://home.arcor.de/atholan/brainsurf/brainsurf.htm
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03.02.2008 00:02 |
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Adelbert von Deyen
Moderator
  

Dabei seit: 11.07.2006
Beiträge: 2.212
Wohnort: Nähe Flensburg
Themenstarter
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@tholan:
Danke für Deinen interessanten Beitrag.
Du darfst mich ruhig duzen, ich beiße nicht.
Zu Deinen Fragen: Auf der LP "Sternzeit" habe
ich folgende Instrumente benutzt: ARP-Odyssey-
Synthesizer, Farfisa-Orgel, Farfisa-Stringorchestra,
Hohner-E-Piano und eine Egmond-E-Gitarre.
Bei der Telefonnummer stimmt immerhin noch
die Vorwahl.
Das schöne "Gewubber" kommt (kam) aus dem
ARP-Odyssey, "verfremdet" mit etwas Echo-Hall
bei der Aufnahme mit der Revox-A-77.
Daß die "Sternzeit" für 122 Euronen angeboten
wird, zeugt von der Qualität der Musik!
Nee, mal im Ernst: Da soll sich ja auch erst mal
ein Käufer, sprich "Liebhaber" finden, der diesen
Betrag zu zahlen bereit ist. Insgesamt hatte das
Album eine Auflage von mehreren tausend Stück,
ist also nicht sooo selten; wenn man mal davon
absieht, daß die LP weltweit vertrieben wurde.
Aber anscheinend ist das Angebot wesentlich
geringer als die Nachfrage, daher der hohe Preis.
Gruß Adelbert
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__________________ Ohren auf - Musik für den Kopf!
http://www.adelbert-von-deyen.de
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03.02.2008 13:46 |
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tholan
Dabei seit: 02.02.2008
Beiträge: 6
Wohnort: Berlin
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Ich danke Dir für Deine Antwort.
Ein ARP war schon was!
Der erste Synth mit dem ich mir Nächte um die Ohren geschlagen habe,
war ein geborgter Prodigy (..der Armeleute Moog).
Ich hatte schon lange vorher mit 'nem halbkaputten Bandecho von RIM-Elektronik,
'ner "Tiger" Heimorgel und meinen Gitarren rumexperimentiert.
Nun ja, der Weg zu den Sternen war halt steinig (per aspera....)
Angefangen hatte ich damit so ca. '77.
In den Neunzigern war ich dann zeitweise etwas besser ausgestattet.
Ich hab mal ein paar übriggebliebene Stücke auf meine HP gestellt (siehe unten).
Wer´s mag, darf´s behalten.
Tja, Ihr klassischen Elektroniker habt schon ganz schön was bei mir angerichtet.
Deine "Sternzeit" ist mir leider relativ spät untergekommen. Das muß so Ende der Achziger gewesen sein.
Ich war begeistert von dem gleichnamigen Stück auf der 2. Seite und hab mich schon
gewundert, warum man die Platte doch relativ selten sieht.
Das hypnotische "Gewubber" hat schon was mitreißendes.
Im Übrigen find ich´s schon toll, wenn es Leute gibt, die Geld für frühe deutsche Schätze hinlegen.
Bis zur "deutschen Welle" war doch die elektronische Musik das einzig unikative, das aus Deutschland kam.
Die übrigen "Krautrocker" haben mit Ausnahmen, wie "Can" doch eher Vorhandenes aufgenommen.
Ich würd mich von einer Platte wie "Desaster" von "Amon Düül 1" jedenfalls viel lieber trennen, wenn mir jemand
dafür Geld hinlegen würde, als z.B. von Deiner Sternzeit. Der Name "Desaster" war hier allerdings auch Programm.
Na ja, ist selbstverständlich Geschmackssache. Der Sammlermarkt ist schon ein eigentümlicher.
Falls ich Dich mit meinen Fragen nicht nerve, mich würde nochmal interressieren, ob Du weißt,
in welchem Land Deine "Sternzeit" am häufigsten verkauft wurde.
Die Crux des deutschen Plattenmarktes in den Siebzigern war ja wohl, daß die elektronischen Propheten im
eigenen Land wohl eher nur mit dem Anblick des Allerwertesten gewürdigt worden waren.
Die "Autobahn" von Kraftwerk wurde wohl in Deutschland erst ein Hit, nachdem die Ammis darauf abfuhren.
thx,
tholan
__________________ http://home.arcor.de/atholan/brainsurf/brainsurf.htm
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04.02.2008 14:39 |
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Adelbert von Deyen
Moderator
  

Dabei seit: 11.07.2006
Beiträge: 2.212
Wohnort: Nähe Flensburg
Themenstarter
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@tholan: "Sternzeit" wurde natürlich in Deutschland
am meisten verkauft. "Natürlich" deshalb, weil der
Vertrieb seinen Sitz in Diepholz hatte und somit die
Plattenläden in ganz Deutschland flächendeckend
bemusterte. Zudem gab es zu der Zeit ja auch noch
"GOVI", den bekannten Plattenversand mit dem
regelmäßig erscheinenden Katalog, der fast schon
Kultstatus hatte. Aber auch in den USA, England
und Frankreich wurde die LP gut verkauft.
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05.02.2008 13:29 |
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tholan
Dabei seit: 02.02.2008
Beiträge: 6
Wohnort: Berlin
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Dann war das wohl 'n Gerücht
Ich hatte vor Langem mal gehört, daß speziell die Franzosen
in den Siebzigern wohl mehr auf deutsche Elektronik abfuhren
als das deutsche Publikum.
Jetzt muß ich erstmal gucken, wie ichs hier hinkriege,
bei 'ner Antwort im Forum 'ne Mail zu bekommen.
Ich danke Dir vielmals & bis bald.
tholan
__________________ http://home.arcor.de/atholan/brainsurf/brainsurf.htm
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05.02.2008 15:10 |
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strathsail.de

Dabei seit: 16.05.2008
Beiträge: 5
Wohnort: Ladbergen
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Die Pioniere der elektr. Musik sind eindeutig TANGERINE DREAM
und nicht von ungefähr:
Chef Edgar Froese studierte ja Kunst und war u.a. auch mit Dali bekannt. Er war es, der
Mitte der 60ziger mit dem Versuch begann, ein musikalisches Pedant zur abstrakten Malerei
zu schaffen.
Man tastete sich zunächst auf herkömmlichen Instrumenten an die Aufgabe heran um dann,
als Robert Moog seinen Modularen Synthesizer in einer händelbaren Form herausbrachte,
damit weiterzuarbeiten.
Inzwischen haben sie unzählige Alben geschaffen und selbst ich habe längst noch nicht alle.
Gut...nicht alle waren ein Knaller, aber sie haben immer weiter experimentiert und u.a. hervor-
ragende Filmmusik geschrieben "Sorcerer" von William Friedkin (der Exorcist, French Connection).
Populär war auch die Melodie aus dem Schimanski-Tatort "das Mädchen auf der Treppe"
Genial sind allerdings die aus den 70ziger Jahren stammenden Alben, auf der man ihre
Experimentierfreude fühlen kann: Für mich stehen RICOCHET u ENCORE ganz oben.
Edgar Froese hat ja mal gemeint, sie wollten nie 2 gleiche Konzerte geben....
Ich habe leider zu wenig TD-Konzerte gesehen, aber dafür waren die beiden meine absoluten
Konzert-High-Lights:
1999 in Osnabrück und 2003 in der Eifel auf Schloß "..?.." bei Düren
Zumindest bei dem Konzert in Osnabrück hatte ich nach dem Ende des "normalen" Konzertes
nicht mehr das Bedürfnis nach einer Zugabe, so "emotional satt" war ich....
Eines ihrer wirklich seltenen Konzerte kann man nun am 18.Juli auf der Loreley bewundern....
hear on
Gerd
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von strathsail.de: 16.05.2008 10:29.
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16.05.2008 10:26 |
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