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Wohnort: Wedel

1

Mittwoch, 28. Januar 2004, 13:53

Demokratie = Freie Wahl?

es hat zwar nicht wirklich was mit musik aber trotzdem finde ich den nachfolgenden text sehr interessant:

Was ist gegen eine Demokratie einzuwenden? Wir dürfen selber entscheiden, wen wir wählen wollen! Wir haben das Glück, eine Partei wählen zu können, die unsere Interessen vertritt!


Wirklich? Haben wir tatsächlich eine Wahl? Die Wähler versuchen, sich über die verschiedenen Parteien zu informieren, indem sie die Zeitung lesen und täglich den Fernseher anschalten, wenn die Nachrichten laufen. Aber wie viele von ihnen entdecken DIE Partei, die genau ihre Interessen vetritt? Und wer kann von sich selbst behaupten, dass er der gewählten Partei vollkommen vertraut? Eine Partei ist nicht in der Lage, die individuellen Interessen jedes Einzelnen zu vertreten!


Es heißt, dass selbst der motivierteste Revolutionär auf dem Thron des Königs zum herrschenden Diktator wird. In dieser Welt hängt sehr viel von Geld und Macht ab. Welcher Politiker würde sich für Geld, Macht und Ruhm nicht verkaufen? Wer hält seine Versprechen, wenn er erstmal ganz oben steht? Versprechen, die vor der Wahl gemacht wurden, werden gebrochen um weiterhin an der Macht zu bleiben. Das ist nicht erst seit gestern so. Die Handlungen der Regierung müssen in einer Demokratie für das Volk absolut transparent sein. Diese Transparenz gibt es aber kaum. Wie viele Skandale passieren, die erst Jahre später oder gar nicht aufgedeckt werden? Wie oft werden Versprechen gegeben um Wählerstimmen zu bekommen und wie oft werden diese wieder gebrochen, wenn es darum geht, weiterhin zu regieren. Nach einem Regierungswechsel ändern sich die Gesichter der Politiker, doch sie werden von den gleichen Leuten bezahlt.


Wenn wir wählen, geben wir unsere Stimme in fremde Hände! Keine Partei ist in der Lage, auf die Bedürfnisse aller einzelnen Individuen einzugehen! Daher weigern sich Anarchisten, wählen zu gehen. Sie wollen nicht regiert WERDEN! Sie wollen für sich selbst entscheiden. Sie wollen sich selbst verwalten. Wer hat schon das Recht, über die Zukunft von anderen Menschen zu entscheiden? Es wird Krieg getrieben, um die Interessen der Politiker durchzusetzen. Das verärgerte Volk wird mit Polizeigewalt unter Kontrolle gehalten. Minderheiten stoßen in Deutschland sehr schnell an die Grenzen der Freiheit. Obdachlose, Homosexuelle, Anarchsiten, Punks, Drogenabhängige usw... all diese Menschen bekommen diese Einengung besonders zu spüren. Sobald man sich nicht mehr in der anerkannten und gängigen Norm bewegt, bekommt man in diesem Land schnell Probleme.
Man kann nicht alle Faschisten ausrotten, aber man kann es zumindest probieren!
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2

Donnerstag, 29. Januar 2004, 16:30

Re: Demokratie = Freie Wahl?

Zitat

Original von Farin4187



Keine Partei ist in der Lage, auf die Bedürfnisse aller einzelnen Individuen einzugehen! Daher weigern sich Anarchisten, wählen zu gehen. Sie wollen nicht regiert WERDEN! Sie wollen für sich selbst entscheiden. Sie wollen sich selbst verwalten.


Bin zwar kein Politikwissenschaftler, aber das klingt eher nach Liberalismus bzw. FDP-Parteiprogramm :roll: , als nach Anarchismus.

Jetzt mal im Ernst - unsere heutige Gesellschaft hat einige Defizite (will ich jetzt nicht alles aufzählen). Aber, dass Anarchismus einen Ausweg aus dieser Krise weisen kann, darf doch arg angezweifelt bzw. muss entschieden zurückgewiesen werden. Wer kümmert sich dann um die angesprochenen Randgruppen. Wer betreibt die notwendige Innen- & Außenpolitik ? Oder glauben Anarchisten (ich spitze zu: langhaarige, ungepflegte Drogenabhängige) etwa an das Gute im Menschen ?
Tut mir leid, aber Anarchismus scheint mir eher die Wunschvorstellung der angesprochenen Randgruppen als eine wirkliche Alternative zu sein.
'Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist.' (Victor Hugo)
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3

Donnerstag, 29. Januar 2004, 17:23

ich bin kein anarchist, aber ich finde anarchie gut!
leider gibt es auf dieser beschissenen welt zu viele idioten, die die anarchie ausnutzen würden, und deshalb wird anarchie nie funktionieren!
Man kann nicht alle Faschisten ausrotten, aber man kann es zumindest probieren!
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$pidermonkey

Administrator

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4

Donnerstag, 29. Januar 2004, 22:20

Re: Demokratie = Freie Wahl?

Zitat

Original von Largo

Oder glauben Anarchisten (ich spitze zu: langhaarige, ungepflegte Drogenabhängige) etwa an das Gute im Menschen ?

Völlig hirnverbrannter Schwachsinn. Ich weiß nicht was los ist, aber lieber Largo, du scheinst ein ziemlich intelligenter Mensch zu sein, denn du hast einige richtige Sachen geschrieben. Du hast Ahnung von Politik. Warum zum Geier muss dann so was kommen? Das sind doch nun wirklich Sprüche die nur an den dümmsten Stammtischen gerissen werden, von Leuten die null Ahnung von der Gesellschaft haben. Pauschalisierungen im Allgemeinen sind ziemlich hohl.

Ich persönlich kenne einen Anarchist, und er ist zwar langhaarig, aber Straight Edge. Drogenabhängige sind in den seltensten Fällen Anarchisten, weil sie in einer Anarchie keine Chance mehr auf Drogen hätten sondern arbeiten müssten. Anarchie ist dem Kommunismus sehr ähnlich, und ist richtig angewandt einen Versuch wert. Für weitere Informationen kann ich folgenden Buchtip abgeben: Thomas More - Utopia

Und was zum Henker hat das im Lexikon zu suchen? Der Thread wird bald in einen allgemeinen Bereich verschoben, also nicht wundern wo er ist.
Du bist Herr deiner Worte, doch, einmal gesprochen, beherrschen sie dich.

Mehrheit ist der Unsinn, Verstand ist stets bei wenigen nur gewesen.
(Friedrich Schiller)

Die Höflichkeit ist insofern eine schwere Aufgabe, als dass sie verlangt, dass wir allen Leuten die größte Achtung bezeugen, während die allermeisten keine verdienen.
(Arthur Schopenhauer)
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5

Freitag, 30. Januar 2004, 17:23

das der hier hin kam war meine schuld, wusste sonst nicht wo der hin soll

:lol:
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6

Montag, 2. Februar 2004, 20:56

bis auf den kleinen ausrutscher@ anarchistdefinition gebe ich largo recht und glaube wenn die nach mir heranwachsende Generation wirklich diese Pseudo-Philosophie@Farin vertritt,muss ich dieses Land verlassen.

Gruss Nark
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7

Mittwoch, 4. Februar 2004, 17:17

Diskussionen über Anarchie sind meist sehr amüsant...Anarchie mag vielleicht toll erscheinen ist aber absolut unmöglich....es wäre ein einziges Chaos,alle würden sich gegenseitig umbringen und alle würden egostischer leben als sie es sowieso schon tun...das funktioniert nun wirklich nicht.....es wäre vielleicht toll,wenn es funktionieren würde aber um mal nicht an der Realität vorbei zu reden...wie gesagt..*gg*
Ach und von wegen Demokratie...wir wählen vielleicht eine Partei,die vorgibt unsere Interessen zu vertreten aber tun sie das denn wirklich???....Sie reden Tag für Tag im Bundestag über Steuersenkungen u.u.u......aber passiert irgendetwas???nein...die Politiker bekommen immer mehr Privilegien....normale Bürger müssen immer mehr zahlen.....also-...ich weiß nicht....fadenscheinige Demokratie..... :?
I take bits and pieces of other personalitys to form my own (Kurt Cobain)
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Alexx

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Beruf: Studentin (Germanistik, Kommunikationswissenschaft), freie Mitarbeiterin bei Zeitung und Theater

8

Mittwoch, 4. Februar 2004, 18:53

Zitat

Original von punkrockmeansfreedom

Diskussionen über Anarchie sind meist sehr amüsant...Anarchie mag vielleicht toll erscheinen ist aber absolut unmöglich....es wäre ein einziges Chaos,alle würden sich gegenseitig umbringen und alle würden egostischer leben als sie es sowieso schon tun...das funktioniert nun wirklich nicht.....es wäre vielleicht toll,wenn es funktionieren würde aber um mal nicht an der Realität vorbei zu reden...wie gesagt..*gg*
Ach und von wegen Demokratie...wir wählen vielleicht eine Partei,die vorgibt unsere Interessen zu vertreten aber tun sie das denn wirklich???....Sie reden Tag für Tag im Bundestag über Steuersenkungen u.u.u......aber passiert irgendetwas???nein...die Politiker bekommen immer mehr Privilegien....normale Bürger müssen immer mehr zahlen.....also-...ich weiß nicht....fadenscheinige Demokratie..... :?


Kann dir im Prinzip nur zustimmen. Für ne Anarchie gibts viel zu viele Idioten auf dieser Welt, die keine Ahnung von richtigen Leben haben. Ich will jetzt hier nicht als Moralapostel dastehen, aber es ist einfach so.

Zu Demokratie bzw. generell Politik: Die meisten Politiker wissen gar nicht, wie sich manche Leute den A**** aufreißen um n paar Euro zu verdienen, aber selber hocken se den ganzen Tag nur rum und kassieren die große Kohle, das kotzt mich so an!!
Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.
Friedrich Nietzsche
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9

Mittwoch, 4. Februar 2004, 19:31

ich stimm dir voll zu alexx
Man kann nicht alle Faschisten ausrotten, aber man kann es zumindest probieren!
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10

Montag, 16. Februar 2004, 21:43

Demokratie iss die ineffizienteste Regierungsform die nur irgendwie geht.Sicher ist ein Machtmonopol wie in einer Diktatur oder Monarchie alles andere als demokratisch,jedoch sind selbige Politiker immer in der Lage ganz flexibel zu intervenieren und es gibt hierbei nicht diesen hochgradig kontaminierten Nährboden für Korruption.
Schauen wir uns die progressiven Länder des Nahen Ostens an(Oman,Katar) und stellen fest das hier keine riesigen finanzielle Mittel verschlingende Verwaltungsapparate von Nöten sind um den "Sozialstaat" zu finanzieren.
Oder der Blick rüber nach Amerika,wo vor 15-20 Jahren alle in den sauren Apfel gebissen haben um die Kürzung fast sämtlicher Sozialleistungen zu tragen und lassen wir deren Kriegstreiberpolitik mal aussen vor,gehts ihnen heutzutage voll gut.
Und nochmal zu den gewählten Repräsentanten in Deutschland,ich habe nicht die Partie gewählt die genau meinen Vorstellungen entsprechende Programme und Ideen hatte sondern die Partei die für mich das kleinere Übel darstellt,von daher sollte auch hier die Demokratie nicht zu sehr thematisiert werden.In diesem Sinne

Gruss Nark
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$pidermonkey

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11

Dienstag, 17. Februar 2004, 22:24

Im Grunde richtige Darlegungen. Nur ich finde den USA geht es heute viel zu gut. Die leben so verschwenderisch, dass sie es gar nicht mehr merken.
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12

Mittwoch, 18. Februar 2004, 13:10

Zitat

Eine Partei ist nicht in der Lage, die individuellen Interessen jedes Einzelnen zu vertreten!


darauf sind partein auch nicht ausgelegt ... denn der grundgedanke der demokratie (neben dem regierenden volk.. ) ist das dieses volk ein allgemeinwohl anstrebt ... also einen status mit denen die mehrheit der bevoelkerung zufrieden ist ...was bei uns eben das grundgesetz mehr oder weniger gerecht durchfuehrt.

und das die anarchie also die abwesenheit einer regierung mit den menschen dieser zeit nicht funktioniert steht ausser frage ( mit dem kommunismus hats auch nicht geklappt .. aehnliches prinzip .. doch gab es nie wirklichen kommunismus )

denn : Ich bin mir selbst der Nächste.
Proximus sum egomet mihi.
da das fuer alle menschen gilt wuerde ich sagen ist die demokratie (zu der es ein langer weg war ) eine regierungsform von der man sich nicht abwenden sollte .

Egoismus ist die geistige Ur-Metastase des Menschen;
Unzufriedenheit eine ihrer Wucherungen

der wunsch nach anarchie ist also paradox ... denn wenn du die interessen jedes einzelnen vertreten haben willst (egoismus) waechst daraus die unzufriedenheit (des einzelnen)

also sollte man sich und seine wuensche hinter denen der masse einreihen .. wenn dies nicht geschieht und irgendeine randgruppe an die macht kommt (ideologien ... nicht aeusserlich) dann sind die folgen abzusehen....
Ceterum censeo Carthaginem delendam esse
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13

Mittwoch, 18. Februar 2004, 17:18

gerade der egoismus der mehrheit der menschen ist das problem! gebe es den egoismus nicht, würde anarchie auch funktionieren! aber wie schon gesagt gibt es zu viele idioten!
es kotzt mich außerdem an, das es die todesstrafe gibt! ein staat (z.B. USA) verbietet den menschen das töten und macht es selber! das passt irgendwie nicht zusammen
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14

Mittwoch, 18. Februar 2004, 20:26

wie kann eine mehrheit egoistisch sein ? :wink:

die todesstrafe hingegen is wieder was ganz anderes ... manche menschen (die man nichtmehr als solche bezeichnen kann) haben es einfach nicht anders verdient ... allerdings nur wenn die taten auch sicher von dieser person durchgefuehrt wurden
Ceterum censeo Carthaginem delendam esse
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$pidermonkey

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15

Mittwoch, 18. Februar 2004, 21:01

Leute, die sich gegen die Todesstrafe wenden, verstummen ganz schnell und wechseln die Meinung, wenn einer ihrer Bekannten oder sogar Verwandten Opfer waren, und der Täter frei rumläuft. Wer hat jemand anders nicht schonmal den Tod gewünscht?
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16

Donnerstag, 19. Februar 2004, 21:35

Zitat

Original von $pidermonkey

Leute, die sich gegen die Todesstrafe wenden, verstummen ganz schnell und wechseln die Meinung, wenn einer ihrer Bekannten oder sogar Verwandten Opfer waren, und der Täter frei rumläuft. Wer hat jemand anders nicht schonmal den Tod gewünscht?


Ganz klar, wenn man selbst davon betroffen ist, sieht man das wohl anders.
Analog dazu sind Rentenkürzungen zu sehen, gegen die natürlich die Renter sind. Und genauso würden sich Arbeiter/Raucher gegen die Erhöhung der Arbeitszeit/Tabaksteuer stellen.

Politik sollte deshalb möglichst rational und unbefangen betrieben werden - so hart das im Einzelfall auch sein mag.
Andererseits darf natürlich nicht um jeden Preis an Prinzipien und dergleichen festgehalten werden. Die Todesstrafe sollte durchaus einmal im gesellschaftlichen Rahmen diskutiert werden. Mich würde interessieren, was dabei herauskommt. Mit Sicherheit wird es auch da kein Patentrezept geben. Ähnliches gilt für Problemfelder wie Sterbehilfe, Gen-food, Auslandseinsatz der Bundeswehr usw. Einfache Antworten gibt es leider nicht.
'Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist.' (Victor Hugo)
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schetait

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17

Donnerstag, 1. April 2004, 04:55

so, ich schalte mich wohl ein wenig spaet ein, aber bei manchen sachen muss auch mein comment dazu
in sachen anarchie: nettes conzept, aber wie schon erwaehnt, die evolution stellt sich selbst ein bein ; ich meine darwin's "ueberleben des staerkeren", was in unserem fall als egoismus ausartet weil koerperliche schwaechen kaum noch eine rolle spielen und derjenige der sein eeigenen interessen am besten durchsetzt der erfolgreichere ist (pessimistisches statement meinerseits: "die menschheit ist ein virus" ) ... anarchie ist in ihrer praxis einfach nicht durchzufueheren, da komme was wolle ... im gegensatz zu democratie, die neben monarchie wohl etwas einfacher im umsetzten ist. Im uebrigen ist auch nicht jede democratie gleich, sozialistische und kapitalistische hat da so ihre unterschiede (die sozialistische hat offiziell (<-betonung) ihren schwerpunkt auf dem "wohl der menschen" :roll: , capitalismus interessiert sich wohl eher dafuer was die wirtschaft so anstellt ... ) und by the way bitte lyncht mich nich, bin auch kein experte! ... auf alle faelle ist democratie wohl das beste was uns zur zeit zur verfuegung steht da andere gesellschaftsformen nicht ausfuehrbar bzw. ungewollt sind (dictatur will ja wohl keener oder? :wink: democratie=freie wahl ... nun ja, es ist zumindest ein mittelweg zwischen totaler kontrolle und chaos
so und zur todestrafe: ich bin hier wahrscheinlich durch die oertlichen umstaende mehr damit confrontiert als die meisten, und ich bin definitiv DAGEGEN
ja, ich gebe zu ganz klar: ich war noch nie in der situation, in der die angehoerigen von opfern sind, aber gerade deren meinung darueber ist ziehmlich, nun ja, nennen wir es einmal einseitig und unobjective ... verstaendlich, aber diese rationalitaet zerstoerende qualitaet im leben eines jeden menschen funkt nun mal dazwischen: gefuehle. Ich sage damit nicht das diese nicht beruecksichtig werden sollen, aber wenn man mal fakten zusammentraegt kommt eigentlich jeder einigermassen logisch denkende zum schluss das es in einer sogenannten "civilisation" keine todesstrafe geben sollte (und, ja das habe ich gemacht, zwei essays sind dabei rausgekommen ... die werde ich jetzt aber nicht posten, sonst sprenge ich noch das format ... ick wees ich tippe zuviel crap ...)
A cynic is a man who, when he smells flowers, looks around for a coffin. <-- cynic or not cynic, that's the question ... but cynic is always the answer ... zitat komm raus ;-)
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18

Donnerstag, 1. April 2004, 10:30

Von der Definition her ist die Demokratie ist eine Staatsform, bei der die Staatsmacht nicht im Besitz eines einzelnen Herrschers oder einer Gruppe ist, sondern dem ganzen Volke gehört.
Fakt ist aber, das das Volk alle vier Jahre eine Gruppe, sprich Partei, und den Kanzler wählen muss. Einen Einfluss auf die anderen Mitglieder der Regierung (Außenminister, Verteidigungsminister, usw.) hat es nicht, die bestimmt die gewählte Partei. Ist dies geschehen, hat das Volk seine Schuldigkeit getan und darf vier Jahre nur beobachten, wie diese Partei regiert, denn einen direkten Einfluss auf die Regierung gibt es dann nicht mehr.
Auch machen die Parteien vor der Wahl Versprechungen, was sie alles anders machen würden, wenn sie denn gewählt würden. Fakt ist aber, das, wenn sie an der Regierung sind, ihre Versprechungen abspecken oder gar nicht einhalten.
Im Endeffekt soll unsere Demokratie und die freie Wahl nur eine Illusion erschaffen, dass das Volk ein Mitspracherecht hat und bestimmen kann was abläuft.
Ein Optimist ist in der Regel ein Zeitgenosse, der ungenügend informiert ist.
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Beiträge: 891

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19

Donnerstag, 1. April 2004, 14:19

Zitat

Original von Hairy Guy


Im Endeffekt soll unsere Demokratie und die freie Wahl nur eine Illusion erschaffen, dass das Volk ein Mitspracherecht hat und bestimmen kann was abläuft.


Was wäre die Alternative ? Mehr Volksabstimmungen ?

Ich behaupte einmal 90% der wahlberechtigten Bevölkerung hat keinen blassen Dunst, von der Materie. Wieviele Leute schauen regelmäßig noch Nachrichten oder lesen Zeitung ?
Selbst ich, als jemand der sich für einigermaßen gebildet hält, kenne mich mit den Staatsfinanzen, Subventionen und Sozialausgaben nicht in dem Maße aus, dass ich mir eine wirkliche Meinung hierüber bilden kann. Ob der Haushalt 2004 gut oder schlecht ist - keine Ahnung.
Darüber hinaus halte ich die Bevölkerung nicht für so demokratisch und politisch interessiert, dass es sie alle paar Wochen an die Wahlurne zieht.
Welche Legitimation hätte eine Abstimmung, die mit nur 20% Wahlbeteiligung herbeigeführt worden wäre ?
Mit Reformen braucht man dem Bürger auch nicht zu kommen. Welcher Bürger würde sich schon selbst (notwendige) soziale Einschnitte verordnen ?
Auch bedenklich bei Volksabstimmungen: Der Bürger kann nicht zur Verantwortung gezogen werden. Trifft er die falsche Entscheidung kann er nicht abgewählt werden.

Eben alles nicht so einfach.
'Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist.' (Victor Hugo)
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Beiträge: 333

Wohnort: Ruhrgebiet

20

Donnerstag, 1. April 2004, 17:55

Nicht nur der wahlberechtigten Bevölkerung, ich denke auch viele unserer Politiker haben keine Ahnung von der Materie, was aber teilweise an unseren Bürokratie- und Gesetzesdschungel liegt. Was nutzen einem Gesetze und Vorschriften, wenn sie das Volk nicht versteht? Dies ist ein Manko, was teilweise am mangelnden Informationsfluss, als auch an der mangelnden Aufklärung von Seiten der Regierung liegt.
Natürlich wäre eine Wahlbeteilung von 20% nicht schön, aber der Termin für eine Wahl wird rechtzeitig bekannt gegeben. Wenn die anderen 80% den Termin nicht wahrnehmen, haben sie hinterher keinen Grund sich zu beschweren.
Bei den Reformen sehe ich das anders, manchmal muss man halt einen Schritt zurückgehen, um zwei Schritte vorwärts zu kommen. Das würde zwar dauern, dem Volk, bei seinem anerzogenen Egoismus, das klar zu machen, aber ich denke am Ende würde die Vernunft und die Einsicht siegen.
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