|
|
|
|
House in Frankreich! Warum nicht in Deutschland? |
musiq
Dabei seit: 07.03.2006
Beiträge: 33
 |
|
| House in Frankreich! Warum nicht in Deutschland? |
 |
In meinem Urlaub in Frankreich ist mir aufgefallen, dass die Franzosen wohl doch einen viel größeren Bezug zu House haben als wir Deutschen. Auf den meisten Radiosendern die wir gehört haben, kam ein House Track nach dem anderen. (Es wurden auch oft Livemixe aus Clubs übertragen)
Dann haben wir noch einen kleinen Tagesausflug nach Montepelier gemacht. Wir sind da einfach so mal in ein großes Multimedia Geschäft gelaufen. In der Musikabteilung gab es nur Französichen Rap und eine Riesengroße Auswahl an House und sonstiger Elektronischer Musik.
Hat jemand ne Idee woher diese Entwicklung in Frankreich kommt und warum der Mainstream in Deutschland nicht so auf House steht?
|
|
25.08.2006 10:35 |
|
|
Ms Pink


Dabei seit: 08.08.2006
Beiträge: 37
 |
|
Genau, und nicht zu vergessen Cassius, Martin Solveig, Bob Sinclair...
Geb dir da absolut Recht, musiq! Lebe seit nem Jahr in Frankreich und Techno ist eigentlich gar nicht so mein Ding. Aber was sie in Frankreich so an Housemusik zu bieten haben, ist einfach genial. Die Franzosen sind in dem Sinne viel einfallsreicher, weil sie die Housebeats sowohl mit Hip Hop, Soul als auch Funk und sogar Rock vermischen. Klingt halt nicht nach dieser deutschen "uffta-uffta" Musik.
Bin jetzt auch kein Experte, aber mir scheint als wäre Tom Novy der Einzige der sich so'n bißchen daran orientiert hat, siehe "Your Body"...
__________________ Wer nicht überzeugen kann, sollte wenigstens Verwirrung stiften.
|
|
26.08.2006 14:29 |
|
|
musiq
Dabei seit: 07.03.2006
Beiträge: 33
Themenstarter
 |
|
Ne ganze Menge Produzenten und bekannte Djs kommen aus Frankreich.
David Guetta muss da auch erwähnt werden. Hat ja gerade wieder einen "neuen" Hit draußen (David Guetta Vs The Egg - Love Dont Walking Away) der in den Französichen Radios rauf und runtergespielt wird.
Und der Bob wird übrigens Sinclar geschrieben. (Warum macht das jeder Falsch
) *klugscheiß*
Und einer der beliebsten House-Stile heißt ja auch "French" House
 |
Registrieren und Mitmachen |
 |
| |
 |
Melde Dich kostenlos an und nimm an der Diskussion teil, lerne Nette Leute und Musiker in der Musik Community kennen.
Neben dem Forum erwarten Dich noch andere möglichkeiten, wie Chat, komplette Profil Daten usw..
|
|
|
 |
 |
 |
|
|
27.08.2006 00:29 |
|
|
Outjumper

Dabei seit: 23.08.2005
Beiträge: 92
 |
|
Frankreich ist einfach Avantgarde in Sachen Musik. Homework von Daft Punk war seinerseits wohl das progressivste Album.
Ms Pink hat vollkommen recht. Französische Artisten probieren viel mehr aus. Das so genannte Sampling haben die sie offensichtlich besser drauf.
Laurent Ash (LIFELIKE) ist beispielsweise. ein 80iger-Freak. Dies merkt man auch in seinen Liedern. Aber auch einige Lieder aus den 70er Jahren (Genre: Disco) werden gesampelt.
"Wake UP" von DAFT PUNK, CASSIUS, BOB SINCLAR basiert beispielsweise auf dem 70iger Disco-Song "DELEGATION - Heartache No. 9". Daft Punks Album Discovery basiert fast zur Gänze aufs Sampling.
Wer House aus Frankreich mag, sollte sich eventuell die CDs Crydamoure Waves I und II anhören. Die Lieder flashen einfach!!!
Deutschland:
Kris Menace ist ein deutscher Artist der dem Namen und seiner Musik nach ein französischer Artist sein könnte. Auf
http://profile.myspace.com/index.cfm?fus...iendID=45040005
kann man sich zB Jupiter anhören. Christophe Hoeffel, wie Kris Menace wirklich heißt, hat auch schon mit Lifelike zusammen gearbeitet.
Aber ich glaub in Deutschland ist die Situation besser als in Österreich. Ich bin einmal ins Empire gefahren nur um DJ Falcon (Französischer DJ) zu sehen. Als er auflegte, war zeitweise die Tanzfläche fast leer.
|
|
31.08.2006 00:10 |
|
|
Krupp
Dabei seit: 22.12.2006
Beiträge: 5
Wohnort: NRW
 |
|
Also ich sehe das nicht so franco-euphorsich. Klar kommen aus Frankreich einige gute House Acts, aber vieles was unter made in france auf dem Markt ist, klingt für mich reichlich weichgespült.
Nicht das ich auf nun unbedingt auf brachialen technolastigen House stehe, aber ich finde viele deutsche Produktionen viel geradliniger und tanzbarer. Und das ist das wichtigste beim House. Ich höre schließlich keinen House als Hintergrundmusik bei der Arbeit...
Zu den deutschen Acts: Tom Novy ist schon genannt, aber ich würde hier nicht im geringsten eine Verwandtschaft mit typisch französischem House sehen. Ganz im Gegenteil. Weitere gute Produktionen sind m.E. von Lexy und K. Paul auf dem Markt, auch Hell ist durchaus airplay fähig. Wer auf flauschig-dynamische Sounds (ähnlich Massive Attack) steht und sich etwas Mühe bei Suchen gibt, wird sicher mit Songs von Manga Laganga glücklich. Und es gibt 100e weiterer Beispiele.
Fazit: m.E. ist der dt. House längst nicht so eindimensional wie d e r französische. Was aber richtig ist, daß House im Radion weniger Bedeutung hat. Liegt vielleicht an der großen Konkurrenz gerade in diesem Feld durch diverse Netradios.
|
|
30.12.2006 13:16 |
|
|
Outjumper

Dabei seit: 23.08.2005
Beiträge: 92
 |
|
@ Krupp:
Als wahrer "French-House-Anhänger" kann ich deine Meinung nicht teilen. Normalerweise akzeptiere ich letztendlich doch immer die Meinung anderer, aber deinen Post kann ich nicht so stehen lassen.
Offensichtlich bist du der Meinung, dass man zu French-House nicht tanzen kann, dem kann ich auf keinen Fall zustimmen. Hör dir einfach einmal ein paar Tracks vom Label Crydamoure an. Außerdem sind auch kommerziellere Tracks wie "The Freshmakers - Let U go" (leider ist der Anfang, der Mittelteil und der Schluss etwas trashig, aber der Hauptpart geht ziemlich ab) oder Sebastian Ingrosso & John Dahlbäck - Lick my Deck(okay, letzterer ist ein Schwede) durchaus tanzbar. Aber auch Adventure (bzw. High on) von Lifelike ist ziemlich antreibend.
Bezüglich der Monotonie: Sieht man "French House" schlicht als Synonym für "Filter-House" sind deine Vorurteile teilweise berechtigt, aber gerade das ist ja das geile und signifikante an dieser Richtung. Bei richtig guten Tracks ist es einfach nur geil wenn ein Lied beinahe identisch mit Breaks und Filter-Techniken aufgebaut ist.
Setzt du "French House" als Synonym für alle französischen Artisten in der elektronischen Musik-Branche verpufft dein Vorurteil auf ganzer Linie. Die Vielfalt der französischen Artisten ist enorm. Neben den Engländern zählen die Franzosen sicher zu den progressivsten und initiativsten Protagonisten. Daft Punkt hat viele Künstler nachhaltig beeinflusst. Für mich ist nach wie vor "Homework" das beste Album aller Zeiten.
Da dieser Post nicht als Kritik an deutsche Interpreten missverstanden werden soll, muss natürlich hinzugefügt werden, dass euch die Deutschen in der Lage sind gute Musik zu produzieren. Nichtsdestotrotz muss man aber objektiv anerkennen, dass die Szene in Frankreich sicher aktiver ist als die in Deutschland.
lg
lg
|
|
31.12.2006 02:01 |
|
|
Bacharach

Dabei seit: 24.12.2006
Beiträge: 13
 |
|
Hab David Guetta dieses Jahr im Space gesehen und da muss ich sagen, dass ich da in Deutschland auch schon bessere Sets gehört habe (zB Moonbootica oder Moguai). Insgesamt war er aber schon recht gut, nur ein bisschen selbstverliebt, er spielt ca 20% der Zeit eigene Tracks und 30% eigene Remixe ;-)
Bob Sinclar hab ich auch ein paar Mal gesehen, allerdings fand ich ihn die letzten Male nicht so gut wie früher :-)
__________________ What the World Needs Now is Love
|
|
31.12.2006 03:31 |
|
|
Krupp
Dabei seit: 22.12.2006
Beiträge: 5
Wohnort: NRW
 |
|
@ Outjumper:
nix für ungut, aber ich glaube, jetzt hast Du mich etwas falsch verstanden.
Natülich mag ich auch französischen House (sonst hätte ich den Thread nicht gelesen) und ich lege auch etliche Sachen aus Frankreich auf. Würde ich nicht machen, wenn das nicht durchaus tanzbar wäre.
Aber abgesehen von einigen ganz wenigen Mega-Floorfillern sind die Franzosen in meinen Sets zumindest eher Stimmungswechsler, Cuts und Samples. Dennoch - wie gesagt - sind da viele nette und kule Sounds bei.
Dennoch bleibe ich bei meiner Einschätzung, daß das, was gewöhnlich unter French-House verstanden wird, immer sehr rund und ausproduziert klingt. Einen Azzido da Bass, einen Moguai findest Du da nicht (wie gesagt, meine persönliche Einschätzung und über Geschmack läßt sich schwer streiten).
Aus Sicht des DJ sind französische Stücke für mich eher wie der ganze spanische House: ale sehr einheitlich produziert und eher im Set als Einzeln zu spielen (sicher, es gibt Ausnahmen wie Cassius, Daft Punk aber das sind relativ wenige).
Verdammt, ich weiß gar nicht wie ich Dir klar machen soll, was ich meine... will ja wie gesagt nicht den französischen House schlecht machen... also noch mal so gesagt: ich fand im Thread die Betonung incht ganz fair, halte eben deutsche Sounds für durchaus ebenbürtig, teilweise sogar stärker - vor allem als unverwechselbare Einzelsongs. Fast wie bei den italienischen Clubproduktionen. Die sind eben oft nicht am Stück zu ertragen, aber für sich fast immer ein Highlight :-)
|
|
01.01.2007 12:41 |
|
|
|
|
|
 |
| |
| |
|
|