Naja, so sehr ich dir zustimme (dafür braucht man ja nur die Namen der "Künstler" und Tracks zu lesen
) - im Grunde hast du ja schon vor der Rezension gewusst, dass du das Album verreissen wirst (was auch die Tatsache zeigt, dass du dir nur die Hörproben angehört hast, und außerdem - man kennt dich hier ja ^^). Bei solchen Compilations weiß man ja, dass genau sowas zu erwarten ist - und das Erwartet auch die Käuferschicht.
Du brauchst da also nicht so den "geschockten" zu spielen^^ - ich denke, dass so "Aufklärungsthreads" über "Kommerziellen Trance" alllgemein mehr bringen (welche du ja auch bereits eröffnet hast).
Auch wenn ich wiederum geschockt bin, dass sich einer dieser Hansels wirklich an "Wish you were here" gewagt hat - das Grenzt schon an ein Verbrechen.
Naja, der ganze "Hype" ist im Grunde nur geschickte Werbung durch das Label (ist zB sicherlich kein Zufall, dass gerade die bei Stefan Raab waren - oder jetzt aufm Hurricane, obwohl sie so gut wie keiner sehen will^^) - wenn es um Albenkritiken geht, sieht die Sache schon anders aus.
Ich kenne nur "Aqualung", aber was mir besonders bei dem Album positiv aufgefallen ist, ist der geniale "Sound". Ich hab vor kurzem mittels eines Waveprogramms eine Sounddatei erstellt, wo sich - auf gleiche Lautstärke normalisiert - gut gemixte, natürlich klingende Alben (verschiedenen Alters) mit übergemasterten "Loudnessraceopfern" abwechseln. Manche CDs klingen transparenter und kraftvoller, aber keine meiner CDs einen derart natürlichen und dynamischen Sound hat wie "Aqualung"
.
Wie dagegen so manche moderne Produktion "abstinkt".. so ein plötzliches lauterwerden wie in "My God" wäre bei den meisten modernen Produktionen ohne weiteres garnicht möglich, da der Headroom dazu schon viel zu klein ist.
Ich glaube, dass seine Musik noch deutlich ruhiger werden wird (also sich eher an der 2. Hälfte seines Albums orientiert), falls er seine Solopfade fortführt und kein SOAD-Album dazwischenkommt.
Es ist normal, dass sich die ersten Soloalben häufig noch an der Band orientieren - alte Ideen sind noch da, die noch nicht umgesetzt wurden usw.. auf Dauer ändert sich das aber in der Regel.
Erscheinungsjahr: 2008
Genre: Alternative Rock, Pop
Tracklist:
1. Living Well Is The Best Revenge
2. Man-Sized Wreath
3. Supernatural Superserious
4. Hollow Man
5. Houston
6. Accelerate
7. Until The Day Is Done
8. Mr. Richards
9. Sing For The Submarine
10. Horse To Water
11. I'm Gonna DJ
R.E.M. wollen wieder rocken. Im Vergleich zu den sehr poppigen Alben "Reveal" und "Around the Sun" ist schon der rauhe, flotte Opener "Living Well Is The Best Revenge" ein Paukenschlag - so etwas hatte man lange nicht mehr von ihnen gehört. Und tatsächlich, obwohl es auch natürlich diesmal gerade in der zweiten Hälfte des Albums wieder ein paar ruhigere Nummern gibt, herrscht diesmal ein rauher E-Gitarren-Lastiger Sound vor - nicht zuletzt durch die vergleichsweise weniger "glattpolierte" Produktion von Jackknife Lee.
Tatsächlich schaffen es R.E.M. trotz ihrer mittlerweile fortgeschrittenen Alters über weite Strecken, einen erstaunlich frischen Sound zu präsentieren - das Album macht Spaß, insbesondere, wenn man es laut hört. Allerdings fehlt es bei manchen Songs wie beispielsweise dem beinahe Punkrockigen "Horse to Water" und insbesondere dem tanzbaren, etwas billigem Möchtegern-Party-Hit "I'm gonna DJ" gerade für R.E.M.-Verhältnisse etwas an Substanz - man fragt sich, ob es wirklich diese Band braucht, um solche Songs zu schreiben. Hinzu kommt die mehr als kurze Spielzeit von 34 Minuten, wodurch Songs wie diese natürlich deutlich stärker ins Gewicht fallen.
Dennoch: Man gönnt sich und ihnen den Spaß - und besser kurz, knackig und nicht immer anspruchsvoll, als allzu weichgespült wie beim Vorgänger "Around the Sun". Zumal diesmal auch die ruhigeren Nummern, wie beispielsweise das reduzierte, träumerische "Until the Day is Done" oder das mit einem düsteren Gitarrenriff und tollen Drums gewürzte "Sing for the Submarine", übrigens mit knapp 5 Minuten der mit Abstand längste Song, voll überzeugen können. Der Titeltrack "Accelerate" mit seiner grandiosen Bassline und der bereits im Radio omnipräsente Single-Hit "Supernatural Superserious" schafft es zudem, beide Seiten des derzeitigen R.E.M.-Sounds in Einklang zu bringen. Insgesamt also ein gutes Album, was Hoffnung darauf macht, dass uns die Pop- und Rock-Dinosaurier noch lange begleiten werden.
Highlights: Living Well Is The Best Revenge, Supernatural Superserious, Accelerate, Sing For The Submarine
Ich kenn jetzt auch nicht viel aus dem Bereich, aber da du aus der Hip-Hop-Ecke kommst, würd ich dir zum Einstieg "Vegas" von "The Crystal Method" ans Herz legen
- sehr beatlastig und 1-2 Tracks kennt man meist auch schon unterbewusst aus Film und Fernsehen
- ist allerdings nicht soo schnell.
Sicher, das musikalische Rad haben Blackmail jetzt nicht erfunden, aber ich mag die schon ziemlich gerne.. am meisten wohl "Science Fiction" und "Friend or Foe"? - aber eigentlich hat jedes Album seine Highlights. Ich hab den Eindruck, dass hier viele von einem Album auf die Band schließen - dabei hörten sich vor allem vor "Aerial View" die Alben relativ unterschiedlich an, vor allem vom "Sound" her.
Zitat:
Die Jungens von Blackmail. Hab mir deren letztes Album gekauft und bin schwerstens enttäuscht. Das ist pure Emo Musik. Der Sänger klingt fast 1:1 wie Brian Molko von Placebo. Ab und an finden sich ja wirklich gute Parts in den Songs aber so recht zünden wills net wirklich. Kann den Hype um diese Kombo net wirklich nachvollziehen.
Hmm Hype würd ich das jetzt echt nicht nennen.. und mit "Emo" haben die nun wirklich nichts zu tun.. außer du bezeichnest jede Form melancholischer Musik, die nicht gerade irgendwelche Monster-Metal-Riffs bietet, als "Emo"
Zitat:
Ich muss leider sagen dass ich auch nicht sehr überzeugt von der band bin. ein paar lieder finde ich zwar sehr gut gemacht ("it could be yours" ist imo das beste) und hier und da tauchen schöne melodien und riffs auf, aber mit internationalen größen wie QOTSA (mit denen vergleiche ich blackmail ganz gerne) kann das einfach nicht mithalten. ich find die band ja auch nicht schlecht, aber auch nicht ausgereift genug.
Naja mit QOTSA finde ich Blackmail nicht unbedingt vergleichbar.. "Friend or Foe?" vielleicht ein bisschen (und gerade das höre ich auch mit am liebsten), aber vor allem auf den Alben "Bliss, Please" und "Aerial View" geht das ganze doch schon in eine etwas melodischere und emotionale Richtung. Ich will damit sagen, es gibt zwar Songs, die mit QOTSA vergleichbar sind, aber einige sind es auch auch überhaupt nicht.
Falls du also nur "Friend or Foe?" kennen solltest, kannst du ja mal in ein anderes Album reinhörn
.
Außerdem finde ich, dass
a) man nicht von jeder Band erwarten kann, mit einer Internationalen Größe wie QOTSA mithalten zu können und
b) QOTSA neben einigen "Krachern" auch teilweise schon den einen oder anderen unausgereiften Song abgeliefert hat
Original von MushroomPillow
Pink Floyd ist eine Klasse für sich ... meine Lieblingsalben sind "Meddle", "Animals" und "The Dark Side Of The Moon" ...obwohl ... eigentlich finde ich alle alben toll ...
Gute Auswahl
Ich würde noch "Wish you were here" hinzufügen.
Original von Fifrenzy
Denn ein neues Album ist in Sicht und es gab bereits eine Vorabsingle.
"Big Casino" heißt das gute Stück und ist echt wieder ein Burner.
Die geniale Melodien dieses Midtempokrachers, bei denen immer eine gewisse Melancholie mitschwingt und ein grandios singender Jim Adkins lassen auf viel Gutes hoffen für das neue Album.
Klar, das ganze klingt nicht mehr so ungeschliffen und rauh wie zu Zeiten von "Static Prevails" oder "Clarity", doch der typische JEW-Sound ist nach wie vor vorhanden.
Ich freu mich schon darauf das Album ganz zu hören.
Nen bisschen was verschlafen?
Das Album ist schon längst draußen
.. und wie du schon sagst, es ist es ist sehr poppig.. teilweise etwas zu poppig. Trotzdem ein paar schöne Lieder drauf, aber von JEW könnte man mehr erwarten.
Ist jetzt nicht unbedingt "Indie", aber könnte deinen Nerv treffen:
´
Beach Boys
Incubus (auf "Morning View")
New Order (auf "Waiting for the Sirens Call")
1. Broken Nose
2. Better Machine
3. Mother Goose
4. Wounds To Heal
5. Here And Now
6. Washaway
7. Johnny Bravo
8. Flipover
9. Cheer The Leash
10. Delusion Day[/size]
"Superbutt" heißt die Band. Und so klingt sie auch; sie will vor allem einfach nur Spass machen und "Ärsche treten". Das tut sie in einer System Of A Down-Artigen Laut-Leise-Mischung in Verbindung mit einem herrlich groovigen, leicht abgedrehten Bassspiel (der Bassist ist Primus-Fan - ich denke, das sagt alles). Emotionen liegen ihnen weniger; vor allem soll es erstmal grooven und ballern. Und das tut es auch; wem Songs wie "Prison Song" von der "Toxicity" gefallen haben, sollte unbedingt mal reinhören. Ruhige Nummern gibt es keine, es geht stets voll auf die Zwölf. Auch der Gesangsstil erinnert in manchen Songs an den SOAD-Sänger Serj Tankian, was wohlmöglich schon an der räumlichen Nähe der Heimatländer liegt - Superbutt kommen aus Bulgarien. Stimmlich reicht er mit seinem wesentlich rauheren Klang zwar nicht ansatzweise an ihn heran, aber es passt zur Musik und die Leute, denen dieser allzu saubere, opernartige Stil stellenweise einfach zuviel wurde (oder geht es nur mir so?), sind hier wohl richtig aufgehoben ;-).
"Black Soup" heißt das Album. Und so klingt es auch; eines der größten Opfer des "Loudness Race", was ich bisher gehört habe. Zwar sehr laut und kraftvoll produziert, dafür stellenweise ein mehr als gewöhnungsbedürftiger, matschig vor sich hinsuppender Gitarrensound. Andererseits schön rauh, etwas an Punkrock erinnernd, wie auch die Texte, die zB die amerikanische Regierung durch den Kakao ziehen: "Georgie Pordgie, pudding and pie/Sent some bombs to make you die/When your children couldn't play/Georgie Pordgie whacked away" (aus dem Song "Mother Goose").
Eigentlich ist schon jetzt alles gesagt. Es macht einfach Spaß, dieser Kombination aus brachialen Gitarrenriffs, funkigen Grooves und hörbarer Spielfreude zuzuhören - von Anfang bis Ende. Es nützt nichts, einzelne Songs herauszuheben; das Rezept ist mehr oder weniger immer dasselbe (mal mehr Groove - wie in "Here and Now", mal mehr Bratz - wie in "Johnny Bravo") , allerdings in einer Weise, dass nie so etwas wie monotone Langeweile entsteht - kein Song fällt wirklich ab, was auch ein bisschen daran liegt, dass das Album mit seinen gut 34 Minuten etwas arg kurz geraten ist.
Fazit: Kurzweilige, groovige Spaßplatte für höchste Abgeh-Ansprüche; allerdings sollte man nicht allzu viel Tiefgang erwarten.
Zunächst: Ich war mir nicht ganz sicher, ob der Thread hierher gehört. Falls er zB ins Hi-Fi Forum gehört, bitte ich um Entschuldigung.
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Seit der Erfindung der digitalen Aufnahme gibt es immer mehr Möglichkeiten, die Soundqualität von CDs mittels PC-Software, Samples etc. zu verbessern. Und tatsächlich gibt es viele Beispiele für CDs, die einfach ein unglaubliches Klangerlebnis darstellen, indem sie die technischen Möglichkeiten des Mastering (= Abmischung) perfekt ausnutzen. Beispielsweise kann ein geschickt eingesetztes Mastering dazu führen, eine CD räumlicher und kraftvoller klingen zu lassen.
Allerdings gibt es auch Tendenzen, die man zumindest nicht unbedingt gut finden muss.
Im folgenden eine kritische Betrachtung dazu (teilweise subjektiv eingefärbt).
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Immer häufiger haben Alben die Tendenz zu einem erschreckend "kalten" und weichgespülten Klang. Grund dafür sind unter anderem, dass die Drums "getriggert" werden, so dass zB ein Schlagzeugschlag anstatt einer "realen", manuellen Geschwindigkeit Elektronisch kopiert und nachbearbeitet wird, um sie zu beschleunigen und den Eindruck von Perfektion zu gewinnen.
Immer mehr "Störgeräusche" werden aus den Songs entfernt, wodurch der Song einerseits vielleicht als "eingängiger" empfunden wird, andererseits aber - gerade im Bereich der härteren Musik - an "Rohheit" und damit an Energie verliert. Sie neigen dazu, zu einem einzigen "Klangbrei" zu verschmelzen, ohne hörbare Differenz zwischen den Instrumenten. Beim 1. Hören gefällt das noch gut, auf Dauer fehlen so vielen Hörern schnell die "Ecken und Kanten", die so manchen Song erst so herausragend machen. Zudem wird die Musik häufig mit übertrieben viel Effekten und Hall hinterlegt, um sie oberflächlich "voller" klingen zu lassen. In diesem Zusammenhang spricht man von "Überproduktion".
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Zudem gibt es seit den 90ern unter den Plattenfirmen die sogenannte "Loudness Race" (im folgenden fasse ich die unten angegebene Quelle mit dem Versuch einer verbesserten Verständlichkeit zusammen).
Jede CD hat eine bestimmte Grenze der Maximallautstärke, zu der sie bespielbar ist. Beispielsweise könnte man keine CD herstellen, die in einem auf Zimmerlautstärke aufgedrehter CD-Player superlaut ohne viel geknarze hörbar wäre. Falls nämlich eine bestimmte Grenze überschritten würde, entsteht ein sogenanntes "Clipping", ein unangenehmes, deutlich hörbares Verzerren des Sounds. Deshalb achten alle Produzenten von Alben seit jeher darauf, diese Grenze nicht zu überschreiten.
Dem Veständnis halber: Es geht hier ausdrücklich um die Lautstärke der CD an sich - nicht der in Kombination mit dem Abspielgerät. Eine vom "Clipping" befallene CD knarzt auch, wenn man die Lautsprecher dementsprechend leiser einstellt.
Da früher bei analogen Aufnahmen die Lautstärke der CDs stark schwankte, ließ man sich deshalb immer einen sogenannten "Headroom" von 12 Dezibel nach oben offen, also man stellte die "Grundlautstärke" der CD 12 dezibel unter dem erlaubten Maximum, damit kleine Ausreißer der Lautstärke kein Problem darstellen.
Mit Erfindung der digitalen Aufnahme war es nach einer Zeit hingegen möglich, mittels moderner Komprimierungsprogramme diese "Ausreißer-Wellen" nach unten zu korrigieren. Da dachte sich so mancher "schlaue Kopf" der Musikindustrie "Klasse! Wenn wir das einsetzen, wirken unsere CDs kraftvoller als die der Konkurrenz und wird mehr gekauft!". Die Labels versuchten sich von nun an, nach und nach mehr und mehr in Sachen Lautstärke zu überbieten, was den "Headroom" - also den Raum bis zur "Clipping-Grenze" - immer mehr verkleinerte und zu einem immer extremeren Einsatz dieser Programme führte. Während das am Anfang noch etwas zaghafter eingesetzt wurde, ist es mittlerweile insbesondere bei Mainstream-Produktionen sehr weit verbreitet.
Achtet mal darauf, wenn ihr eine ältere CD von vor 1980 einlegt, und anschließend eine aktuellere! Der Unterschied ist immens.
Das Problem dabei ist nur, dass durch diese Komprimierung der Wellen das ganze Album "glatter" und unnatürlicher klingt. Zwar fällt das nicht in jedem Fall auf (und bei günstigen Anlagen/Kopfhörern sowieso nicht), allerdings ist es schon ganz schön dreist, bewusst einen "Täuschungseffekt" zu Lasten der Soundqualität zu machen.
Falls ihr also in Zukunft mal eine CD hört und denkt "Geil, schön laut! Tolle Produktion!", denkt daran, dass das auch über den Lautstärkeregler eurer Lautsprecher erreichbar ist - und es sich dabei nur um einen Trick der Labels handelt.
Ein schönes grafisches Beispiel dafür findet sich auf der amerikanischen Wikipedia-Seite: << Ein Song von Abba in der Original-Version von 1983 << Eine "Remastered" Version eines Songs von Abba von 2005 << Die "Remastered" Version des Abba-Songs von 2005 bei gleicher Lautstärke wie beim Original 1983
Beispiele für Alben, wo es imo mit dem Mastering mehr als übertrieben wurde:
Green Day - American Idiot (gilt btw aber weniger für die älteren Alben)
Children of Bodom - Are you dead yet?
Hoobastank - The Reason
Lostprophets - Start Something
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Wie sieht eure Meinung dazu aus?
Mögt ihr hörbar "produzierte" Alben lieber als alte, eher roh klingende Aufnahmen?
Unfassbar, dass mir erst jetzt auffällt, dass zu dieser genialen Band kein Thread existiert. Dabei sind sie meine absolute unumstößliche Lieblingsband.
Im Ernst, als ich neulich "Aqualung" für 6,99 erstand und ein bisschen Begeisterung loswerden wollte, war ich auch sehr erschrocken, dass du als Überall-Erwähner-wie-toll-die-sind dazu noch keinen Thread aufgemacht hast.
Ich selbst wollte erst einen aufmachen, aber ich dachte, ich werde eh von dir zugemault, wenn ich das nicht perfekt mache
, deshalb..
Jedenfalls, Aqualung ist das einzige, was ich kenne, und das ist ziemlich klasse.. tolle, lebendige, stimmungsvolle Atmosphäre.. und die coolste Blockflöte aller Zeiten ?!
Genre: Artrock, Hardrock, Space Rock, Postrock
Erscheinungsjahr: 2000
1. Jupiter
2. In the Stream of Commerce
3. Big Riff
4. Innuendo and Out the Other
5. Brain Candle
6. Requiem
7. Decay of the Delay
8. New Moon
Im zweiten Song heißt es: "In the Stream of Commerce we will float". Und so geschah es auch - und zwar mit ihnen selbst: Nach dem im Untergrund doch recht beachtlichen Wirbel bekamen die Jungs plötzlich einen Major-Deal angedreht. Die Bedingung: Das Nachfolgealbum "Antenna" muss sich noch besser verkaufen als dieses. Dementsprechend versuchte sich die Band an einem etwas poppigeren Sound - mit dem Ergebnis, dass das Album weder bei den "breiteren Käuferschichten" noch bei den alteingesessenen Fans so richtig punkten konnte. Mittlerweile sind sie wieder bei einem kleinem Indie-Label unter Vertrag.
Als Metalcore-Band gestartet, versuchte sich die Band hier an etwas progressiveren Sounds, kombiniert mit einem kraftvollen Gitarrensound, der etwas an Led Zeppelin erinnert. Gerade die längeren Songs wie "Reqiuem" oder "Big Riff" sprengen mit Leichtigkeit die Grenzen des Hardrocks und werden zum atmosphärischen Trip, ohne die härteren, gerade im Kontrast wahrhaft urgewaltigen Momente zu vergessen. Erwähnenswert dabei ist noch, dass auf Elektronische Instrumente verzichtet wird - anfangs dachte ich noch, dass manche der unmenschlich klingenden Gitarrensounds elektronisch erzeugt sein müssen; mittlerweile bin ich sicher, dass bei diesem Album alles "handgemacht" ist.
Jedes Mitglied trägt auf seine Weise zum Gesamtsound bei. Die Vocals, meistens gesungen, gelegentlich auch mal gegröhlt, strahlen eine beeindruckende Kraft und Leidenschaft aus. Der Gitarrist sorgt für einen unglaublich geräumigen, "spacigen" (siehe Albumtitel ;-) ) Klang und bereichert das Album mit wunderschön abgehobenen Gitarrensolos; auch Drummer und Bassist begeistern durch eine abwechslungsreiche Spielweise, welche an ruhigeren Stellen Spannung aufbaut und in härteren Parts die Urgewalt unterstreicht. Am besten sollte das Album so richtig laut gehört werden; gerade dann spürt man diese unglaubliche Energie, die mit diesem Album aufgewirbelt wird. Trotz des hohen technischen Anspruchs verfällt das Album nie in einen kalten, technischen Sound, was vor allem in den großartigen Melodien begründet ist; zwar gehen sie nicht allzu schnell ins Ohr, aber wenn sie erst einmal drin sind, bleiben sie auch dort und gehen so schnell nicht mehr aus dem Kopf.
Alle Songs sind auf einem ähnlich hohen Niveau, auch wenn in "New Moon" und vor allem "Reqiuem" der eine oder andere Übergäng ein wenig gekünstelt wirkt. Ansonsten fällt mir nichts ein, was man hier ernsthaft bemängeln könnte; wenn Übersongs wie das "In the Stream of Commerce" mit seinem unglaublichen Melodiebogen oder der kraftvolle Rock'n'Roller "Brain Candle" von Bands wie Soundgarden, Rush oder Led Zeppelin stammen würden, würde man sie wohl heute zu den Highlights der Bandgeschichte zählen. Mit "Decay of the Delay" gibts zudem noch ein herrlich abgespacetes Instrumental und mit "New Moon" eine emotionale Halbballade zum Abschluss.
Ich bin zwar im Moment eh recht selten im Forum, weil meine Grafikkarte kaputt ist und ich nur an fremden Rechnern schreiben kann, aber was mir hier im Forum seit längerem auffällt, ist die fehlende "klare Linie" der Moderatoren.
Dadurch, dass die Regeln und Bestrafungen bei Verstöße nur sehr grob definiert sind, hat jeder Moderator einen großen Freiraum, der sehr unterschiedlich genutzt wird..
Moderatoren verhalten sich völlig unterschiedlich, definieren Spam unterschiedlich, reagieren und sanktionieren völlig unterschiedlich streng.
Gerade für neuere User könnte deshalb die Gefahr entstehen, dass sie die Bestrafungen als willkürlich ansehen, da es in jedem Subforum völlig unterschiedlich streng gehandhabt wird.
Ich möchte also den Mods und Admins mit diesem Thread vorschlagen, das ganze Verhalten mehr zu vereinheitlichen, evtl. durch ein präziseres Regelwerk. Ich selbst hatte zwar bisher keine Probleme damit, allerdings ist mir schon öfters aufgefallen, dass das Verhalten und die Toleranz der jeweiligen Moderatoren innerhalb dieses Forums weit auseinander geht..
Jethro Tull: "A Passion Play"... Dauert etwa 45 Minuten, wurde vinylbedingt (ist 1973 auf Schallplatte erschienen) in zwei gleich große Blöcke unterteilt, aber ansonsten ein konsekutiv durchgängiges Stück Musik.
Emerson,Lake@Palmer.... "Karn Evil" vom Album "Brain Salad Surgery" (1974)... Auch über eine halbe Stunde lang.
Moonsorrow: "Hevitätti". Ein Album von 60 Minuten Spieldauer und zwei Lieder von jeweils einer halben Stunde Spielzeit.
Green Carnation "Light Of Day, Day Of Darkness" Weit über eine Stunde. Ein Album, ein Lied.
Ich wusste, dass man dich Prog-Kameraden hier findet
!
The Mars Volta - Cassandra Gemmini 32:27
Und wenn man es dazuzählen will:
Fates Warning - A Pleasant Shade of Grey 52:14
Es ist ein Album, was aber die Band als 1 Song versteht.. an einzelnen Stellen muss ich aber schon sagen, dass die Übergänge dafür nicht rund genug sind (wobei es definitiv ein Ganzes ergibt).
Ich glaube, an Moby dürfte kein Amateurmusiker rankommen:
"Moby: Gratismusik für Filmemacher
Moby bietet auf seiner Website 64 Songs, darunter unveröffentlichte Stücke, zum Anhören und Downloaden an. Mit der Aktion möchte er Independent-Filmemacher unterstützen.[...]"
So geheim sind die inzwischen auch nicht mehr
.. aber sie gehören definitiv zu den Guten.
Ich hab die "Infinity Land".. Vor allem "Glitter and Trauma" und "My Recovery Injection" sind klasse Songs, wobei ich manch andere Songs des Albums wiederum eher langweilig finde.
Opeth haben durchaus einen Gothic-Einschlag meiner Meinung nach, auch wenn er nicht dominierend ist. Schließlich ist ja nicht alles, wo "Gothic" draufsteht, derartiger Kitsch á la ASP.
Als "Progressive Rock", "Progressive Metal" oder "Death Metal" würde ich dieses Album jedenfalls definitiv nicht bezeichnen. "Death Pop" vielleicht
?
Und da die durchaus artverwandte Antimatter (an denen ein Ex-Anathema mitwirkte) auch als "Gothic" betitelt wurde, fand ich die Einschätzung garnicht so verkehrt.. aber wie man am Fragezeichen sieht, war ich auch nicht ganz überzeugt davon.
Naja, vielleicht könnte man es "Artrock" nennen, wobei das die düstere Stimmung wiederum nicht betont.
1. Angel
2. Risigson
3. Teardrop
4. Inertia Creeps
5. Exchange
6. Dissolved Girl
7. Man Next Door
8. Black Milk
9. Mezzanine
10. Group Four
11. (Exchange)
Bei dem Album "Mezzanine" handelt es sich um nicht weniger als das absolute Meisterwerk der sowieso schon kongenialen Trip-Hop-Crew "Massive Attack" und definitiv um eines der besten Alben des Genres. Schon alleine die Tatsache, dass ganze 5 Vokalisten dabei sind, die mit ihren Raps und Soulgesängen die jeweilige Atmosphäre der 11 Songs (bzw. 10, da 1 Song Instrumental ist) individuell unterstützen, zeigt, mit was für einer beeindruckenden Sorgfalt und Detailverliebtheit hier gearbeitet wurde. In kaum einem anderen Album hat der Hörer dermaßen konsequent den Eindruck, dass jede Note, jedes noch so kleine Hintergrundgeräusch an seiner perfekten Stelle sitzt. Man könnte sagen, das "Tool-Album des TripHop", falls irgendwer hier mit dem Vergleich etwas anfangen kann
Zudem ist jede dieser 5 Vokalisten ein absoluter Könner auf seinem Gebiet. Robert "3D" del Naja und Grant "Daddy G" Marshall steuern die in der Regel düsteren Raps und Sprechgesänge herbei, während Horace Andy, Sara Jay und Elisabeth Fraser die gesungenen, soulig angehauchten Vocals beisteuern. Besonders hervorheben möchte ich letztere; um es mal platt zu sagen, ich kenne keine Sängerin, die so dermaßen geil singen kann wie Elisabeth Fraser. Mal zart wie eine Elfe in "Teardrop", mal düster-erotisch in "Dissolved Girl" und "Black Milk", schafft sie es wie kaum eine andere, einem Song ihren unverwechselbaren Stempel aufzudrücken. Die Erotik wirkt nie aufgesetzt; die ganzen RnB-Schlampen im Radio wirken wahrlich lächerlich im Vergleich zur Anmut und Sexyness ihrer Stimme.
Die Stimmung des Albums könnte man als eine Mischung aus Düsterness, Entspannung ("Chillout"), Erotik und Psychedelischer Paranoia beschreiben, wie man sie aus vielen Trip-Hop-Releases kennt, aber dennoch selten so einzigartig und konsequent umgesetzt hört wie hier. Die düster groovenden, bis ins letzte Detail durchdachten Beats erzeugen ein fesselndes, Kopfkino-Artiges Bild, welche den Hörer in sein eigenes Unterbewusstsein zu entführen scheinen. Oftmals wird die Stimmung durch Gitarren - mal Elektrisch, mal Akustisch - unterstrichen.
Fazit:
Wer sich nur im entferntesten für Elektronische Musik und Hip-Hop interessiert, sollte sich das mal angehört haben.
Highlights:
- Das düstere, urbane Angel
- Das warme, relaxte, unglaublich gut gesungene Teardrop
- Der Hip-Hop-Lastige, Science-Fiction Artige Track Risingson
- Und das über 8 Minuten lange "Group Four", welches alle Stärken der Truppe zusammenzufassen scheint