Jahr: 1971

1977 hält sich „Lady In Black“ 11 Wochen in den deutschen Top 10. Bis heute veröffentlichen sie 22 Studio-Alben und verkaufen weltweit über 30 Millionen Tonträger.
Uriah Heep sind heute noch auf Tour. Sie können den Erfolg bis heute noch nicht fassen.
Mick Box (Gründungsmitglied von Uriah Heep):
„Wir haben den Song schon 1971 auf unserem Album Salisbury veröffentlicht. Es war unser zweites Album. Aber es hat niemanden interessiert. Es war nur mäßig erfolgreich. Dann – 6 Jahre später – hat ihn eine deutsche Radostation gespielt – und es wurde ein riesen Hit. Für uns kam das überraschend…
… Es ist ein einfacher Song. Er ist vielleicht so erfolgreich, weil die Melodie sehr eingänglich ist – jeder kann ihn mitsingen.“
Der Erfolg diese Stücks dürfte allerdings nicht nur in der Tatsache der einfachen Spielbarkeit liegen. Sicherlich spielt auch der etwas rätselhafte Liedtext, der Spielraum für Interpretation lässt, dazu bei.
Auf der Suche nach der Frage, wer die rätselhafte Lady in Black ist, soll zuerst Uriah Heep selbst zu Wort kommen: Zitat aus den Linernotes der LP "Salisbury", auf der ‚Lady in Black’ 1971 erschien:
"Lady in Black, written early in November in Bradford, was inspired by the vision of an unknown girl."
Damals sieht der Keyboarder Ken Hensley auf der Straße eine schwarzhaarige Frau. Sie inspiriert ihn zum Text. Genaueres lässt sich von offizieller Seite nicht erfahren.
Doch stößt man bei der Recherche im Internet oder anderen Pulikationen auf mögliche Inspirationsquellen:
- So wird aus dem englischen Cheltenham berichtet, dass zwischen 1882 und 1889 zwanzig Menschen eine mysteriöse "Lady in Black" gesehen hätten, die stets übereinstimmend beschrieben wurde.
- Auch in die Kategorie der übersinnlichen Erscheinungen gehört die Geschichte, die aus dem amerikanischen Bundesstaat Texas erzählt wird. Die Lady in Black war demzufolge die Frau eines spanischen Gutsbesitzers, die, des Ehebruchs beschuldigt, an einem Baum gehängt wurde und seitdem die Gegend dort heimsucht. Wer diese Erscheinung selbst erleben will, dem sei der Highway 281 bei Alice, Texas empfohlen, wo Lastwagenfahrer sie schon des öfteren gesehen haben wollen.
Das einzige was hier sicher ist, ist die Herkunft des Bandnamens der Gruppe Uriah Heep. Der wurde dem Roman "David Copperfield" des viktorianischen englischen Schriftstellers Charles Dickens entnommen. Hier ist „Uriah Heep“ ein arglistiger Betrüger.
Lyrics:
She came to me one morning, one lonely sunday morning
her long hair flowing in the mid-winter wind
I know not how she found me, for in darkness I was walking
and destruction lay around me from a fight I could not win
Ahhhhhh
She asked me name my foe then. I said the need within some men
to fight and kill their brothers without thought of love or god
and I begged her give me horses to trample down my enemy
so eager was my passion to devour this waste of life
Ahhhhhh
But she would not think of battle that reduces men to animals
so easy to begin and yet impossible to end
for she the mother of all men had counciled me so wisely that
I feared to walk alone again and asked if she would stay
Ahhhhhh
"Oh lady lend your hand" I cried, "oh let me rest here at your side"
"Have faith and trust in me," she said and filled my heart with life
there is no strength in numbers. I've no such misconceptions
but when you need me be assured I won't be far away
Ahhhhhh
Thus having spoke she turned away and though I found no words to say
I stood and watched until I saw her black cloak disappear
my labor is no easier, but now I know I'm not alone
I find new heart each time I think upon that windy day
and if one day she comes to you drink deeply from her words so wise
take courage from her as your prize and say hello for me
Ahhhhhh
[size=50]Quellen:
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